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GoldhochzeitMarineuniform machte auch beim Vater der künftigen Braut aus Hürth Eindruck

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Das Foto zeigt das Goldhochzeitspaar.

Ihre Goldene Hochzeit feiert Karin und Herbert Behrendt.

Vor 50 Jahren gaben sich Karin Hamacher und Herbert Behrendt das Ja-Wort. Sie erinnern sich an ihr Kennenlernen an einem Veilchendienstag.

Es war am 26. Februar vor 52 Jahren. Am Veilchendienstag wurde in der Gaststätte „Zur Linde“ in Hürth-Burbach der Abschied vom Karneval gefeiert. Und als die junge Karin Hamacher mit ihren Eltern das Lokal betrat, fiel sie Herbert Behrendt sofort auf. Und er machte Nägel mit Köpfen, trat in seiner schmucken Marineuniform an den Tisch der Familie und fragte den Vater formvollendet, ob er mit der Tochter tanzen dürfe.

Soviel Stil machte wohl Eindruck, und er bekam die Erlaubnis. „Aber getanzt haben wir beide dann den ganzen Abend nicht“, lacht der heute 72-Jährige. Und seine Ehefrau (68) fügt hinzu: „Dafür saßen wir die ganze Zeit an der Theke und haben gequatscht.“

Hürth: Der künftige Bräutigam machte gleich Nägel mit Köpfen

Karin Behrendt, geborene Hamacher kam in Hürth-Gleuel zur Welt, wuchs aber in Brühl-Vochem auf. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung bei der AOK in Hermülheim. Der weitere Berufsweg führte sie – neben der Zeiten im Mutterschutz – über eine Zahnarztpraxis später wieder zurück zur Krankenkasse.

Ehemann Herbert ist gebürtiger Gleueler, wuchs an der Bergmannstraße auf, besuchte erst die Barbaraschule und – nach dem Umzug der Eltern nach Burbach – die Carl-Orff-Grundschule. Nach der Ausbildung als Kunstschlosser in Efferen meldete er sich als Zeitsoldat für vier Jahre zur Marine, erkundete die Welt unter anderem auf dem Zerstörer „Hamburg“. Danach arbeitete er bis zur Rente 40 Jahre im Brühler Eisenwerk in der Gießerei.

Das Hochzeitsfoto des Jubelpaars.

Vor 50 Jahren gaben sich Karin und Herbert Behrendt das Ja-Wort. (Repro)

Das Paar hielt nach dem Kennenlernen am Veilchendienstag mehr oder weniger regelmäßigen Kontakt, denn der Marinesoldat war ja viel unterwegs. „Die längste Tour war damals rund vier Wochen, wo wir uns nicht gesehen haben“, erinnert sich Karin Behrendt. Auf einem Heimaturlaub 1975 feierte das Paar spontan Verlobung, und am 27. Februar 1976 wurde dann im Hürther Rathaus an der Luxemburger Straße geheiratet. Die kirchliche Trauung fand in der Burbacher Kirche St. Maria am Brunnen statt. In Burbach fand das Paar auch gleich eine Wohnung.

Hürther Jubelpaar lernte die Welt auf Kreuzfahrten kennen

„Wir reisen gern“, ist die erste Antwort auf die Frage nach Hobbys und Freizeitgestaltung. Neben mehreren Kreuzfahrten gab es auch mit den beiden Töchtern, die 1976 und 1985 zur Welt kamen, diverse Badeurlaube, die die Familie vorwiegend in den Süden Europas führten. Über viele Jahre besuchten sie nicht nur gemeinsam ein Fitnessstudio, auch im Kegelclub warf man gemeinsam die Kugeln.

Heute ist das Paar gerne mit dem E-Bike unterwegs, oft auch gemeinsam mit den Töchtern und den beiden Enkeln. Und die Räder benutzen die Behrendts auch, wenn es in den Schrebergarten geht. Hier ist die Aufteilung klar: Die Ehefrau kümmert sich um die Blumen und das Unkraut, der Ehemann um das Gemüse in den Hochbeeten, wie lachend eingeräumt wird. „Das ist eigentlich unser wirkliches Hobby.“ Neben der Ernte von Tomaten, Paprika, Gurken, Zwiebeln oder Kräutern genießt das Paar vor allem die Ruhe in der Parzelle.

Gefeiert wird die goldene Hochzeit in zwei Etappen. Morgens werden die beiden Jubilare mit den zwei Töchtern gemeinsam frühstücken, und am Abend kommen dann auch deren Ehepartner und die Enkelsöhne dazu, um das Ehejubiläum gebührend zu begehen.