Der Geistliche freut sich, in der Nähe von Köln zu arbeiten, weil er die rheinische Art und die Mentalität liebe, erzählt er.
Katholische KircheKrzysztof Zasanski wird Leitender Pfarrer der Pastoralen Einheit Hürth

Am 27. September wird Krzysztof Zasanski als Leitender Pfarrer in sein Amt in Hürth eingeführt.
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Ein feierlicher Wechsel steht in der katholischen Kirche in Hürth an: Am Sonntag (27. September) wird die Spitze der Pastoralen Einheit mit Pfarrer Krzysztof Zasanski in einem Festgottesdienst offiziell neu besetzt. Er löst den ehemaligen Pfarrer Michael Tillmann ab, der die Leitung als Pfarrverweser bis zum 30. August innehatte und nun in den Ruhestand geht.
Der Gottesdienst beginnt um 16 Uhr in der Kirche St. Severin in Hürth-Hermülheim. Die Einführung übernimmt der Kreisdechant, Pfarrer Hendrik Hülz. Pfarrer Krzysztof Zasanski wurde 1983 in Breslau geboren, wo er auch die schulische Ausbildung und nach dem Abitur das Priesteramtsstudium absolvierte. „Ich hatte mir nach dem Abitur einige Möglichkeiten für das weitere Leben überlegt, bin dann aber bei der Theologie hängengeblieben“, erzählt er.
Hürth: Schnell Fuß gefasst
Vielleicht spielte es auch eine Rolle, dass sein Großvater Küster war und er so die Nähe zur Kirche stärker erlebte. 2007 schrieb er seine Masterarbeit in Theologie, 2008 empfing er die Priesterweihe in Breslau. Danach wechselte der Geistliche als Pfarrvikar in ein Dorf in der Nähe der Heimatstadt. Ein entscheidender Einschnitt in seinem Leben bedeuteten die Einladung nach Köln und zum weiteren Theologiestudium in Bochum.
Denn Krzysztof Zasanski sprach neben seiner Muttersprache zwar andere Sprachen, aber kein Deutsch. Um in dieser Sprache sicher zu werden, suchte er den Kontakt zu den Menschen im neuen Umfeld. So wirkte er als Subsidiar in der katholischen Pfarrgemeinde Köln-Am Südkreuz. „Ich war überrascht, wie schnell ich in der neuen Sprache kommunizieren konnte.“ Das lag auch daran, dass er Kontakt zu mehreren Familien hatte.
Ich habe mich über das Angebot gefreut, komme ich doch so wieder näher an Köln heran
2014 wurde er nach Ratingen an die Kirchengemeinde Heilig Geist entsandt, wo er als Kaplan und später als Pfarrer zusammen mit einem Amtsbruder die Gemeinde leitete. Nach zwölf Jahren kommt der Seelsorger nun wieder in die Nähe des Doms, nach Hürth. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ernannte ihn zum 1. September zum neuen Leitenden Pfarrer der Pastoralen Einheit Hürth.
„Ich habe mich über das Angebot gefreut, komme ich doch so wieder näher an Köln heran“, so Zasanski, der die rheinische Art und Mentalität liebt. Mit Blick auf sein neues Amt, bei dem er neun Gemeinden vorsteht, macht er klar, dass er in erster Linie Seelsorger und kein Verwalter ist. „Ich sehe mich als Weggefährten für die uns anvertrauten Gläubigen.“ Dennoch, für die leitende Aufgabe hat er im Dekanat Ratingen bereits Erfahrungen gesammelt.
Hürth selbst hat er schon in seiner Studienzeit kennengelernt, weil er damals viel mit dem Fahrrad unterwegs war. „Ich habe hier bereits viele ehrliche und offene Gespräche geführt, bin gut aufgenommen worden.“ Er sieht es künftig als seine Aufgabe, die Identität „Wir sind Christen in Hürth“ zu stärken, möchte Kräfte bündeln und Allianzen suchen.
Und wie entspannt Krzysztof Zasanski, um selbst Kräfte zu sammeln? „Ich habe von meinem Vorgänger den Garten übernommen. Will sehen, ob auch ich einen grünen Daumen habe.“ Ansonsten liest er gern viel, hört Musik, liebt Sprachen und Spaziergänge zum Abschalten. „Die besten Gedanken aber bekomme ich beim Autofahren“, beschließt er das Gespräch.
