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Polizeihubschrauber in der LuftSpezialeinheit überwältigt Mann mit Gewehr in Hennef

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Mitglieder eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei. (Symbolbild)

Rettungskräfte und Polizeibeamte stehen auf der Broichhausener Straße.

Ein 59-Jähriger soll am Samstagmorgen mit einem Gewehr durch Kurscheid gelaufen sein. Spezialkräfte überwältigten ihn.

In Hennef-Kurscheid hat die Polizei am Samstagvormittag (15. August) einen Mann überwältigt, der eine Waffe bei sich getragen haben soll. Spezialkräfte umstellten sein Haus in Kurscheid, ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Ort. Der Mann gilt als psychisch krank. Verletzt wurde bei dem Einsatz, der am Mittag endete, niemand.

Gegen 8 Uhr hatte ein Passant die Polizei gerufen und berichtet, ein Mann laufe mit einem Gewehr herum. Eine konkrete Gefahr schilderte der Zeuge nach Angaben der Pressestelle nicht. Dennoch gingen die Sicherheitskräfte kein Risiko ein: Zahlreiche Einheiten rückten zur Broichhausener Straße aus, die mitten durch Kurscheid führt. Auch Spezialkommandos waren im Einsatz, ein Polizeihubschrauber überwachte die Lage aus der Luft.

Hinweise auf eine psychische Erkrankung

Noch auf der Anfahrt verdichteten sich die Hinweise, dass es sich bei dem Mann um einen 59-jährigen Kurscheider handelte. Da Hinweise auf eine psychische Erkrankung vorlagen, umstellten die Beamtinnen und Beamten das Gebäude und sperrten die Zufahrtswege weiträumig ab.

Ein Spezialfahrzeug der Polizei steht auf der Broichhausener Straße.

Ein Spezialfahrzeug der Polizei steht auf der Broichhausener Straße.

Nachbarn beschrieben den Mann als „tickende Zeitbombe“. Er lebe allein in dem Haus, seit nunmehr 13 Jahren falle er immer wieder auf, weil er sich mit Verwandten streite oder auf der Straße herumschreie. Mit der Nachbarschaft rede er jedoch kein Wort. Schon öfter sei der Mann von Rettungskräften mitgenommen worden. In den Gesprächen sei deutlich geworden, dass er sich in einer besonderen psychischen Situation befinde und Hilfe brauche, teilt die Polizei mit.

Mann verweigert jede Kooperation

Stundenlang redeten die Einsatzkräfte per Lautsprecher auf den Mann ein. „,Kommen Sie ohne Waffe heraus, wir tun Ihnen nichts´ haben sie gesagt. Es war eine Frauenstimme, sie ist sehr behutsam vorgegangen“, erzählte eine Nachbarin. Doch alle Zurückhaltung brachte nichts, der Mann verweigerte jede Kooperation. Im Verlauf des Einsatz hörten die Anwohnenden einen Schuss. Ob es sich dabei um einen Warnschuss handelte, konnte die Polizei nicht bestätigen, es sei aber niemand verletzt worden.

Polizeibeamte stehen vor dem Haus des 59-jährigen Mannes.

Polizeibeamte stehen vor dem Haus des 59-jährigen Mannes.

Gegen 11.30 Uhr gab es einen weiteren, deutlich lauteren Knall. Zu diesem Zeitpunkt betraten die Einsatzkräfte das Haus und überwältigten den Mann im ersten Obergeschoss seines Hauses. Er soll dabei unverletzt geblieben sein. Unter Begleitung von Polizei und Ordnungsamt wurde der Mann mit dem Rettungswagen in ein Landeskrankenhaus gebracht.

Der Hubschrauber zog wieder ab, die Spezialkräfte rückten wieder ein. Die verbliebenen Beamtinnen und Beamten warteten auf die Kriminalpolizei. Ob der Mann tatsächlich ein Gewehr bei sich hatte und ob er weitere Waffen in seiner Wohnung lagert, sollen die Ermittlungen zeigen. Die Durchsuchung dauerte den Samstag über an.

Die Menschen in der Nachbarschaft zeigten sich erleichtert. „Ich wünsche ihm nichts Schlechtes, aber ich habe Angst vor ihm“, sagte die Nachbarin. „Ich hoffe, dass er nicht mehr zurückkommt.“