Der Dreikampf um die Macht beim 1. FC Köln ist nun auch offiziell perfekt. Die Wahlkommission hat keinerlei Einwände.
Wahlkommission bestätigt„Team Adenauer“ ist bei Vorstandswahl des 1. FC Köln zugelassen

Thorsten Kieswetter (v.l.), Sven-Georg Adenauer und Martin Hollweck treten zur Vorstandswahl beim 1. FC Köln an.
Copyright: Arton Krasniqi
Der Dreikampf um die Macht ist nun auch offiziell perfekt. Das „Team Adenauer“ hat in den vergangenen Wochen und Monaten über 5.000 Mitglieder-Unterschriften gesammelt und wird am 27. September bei der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln als Vorstandskandidatentrio antreten. Das bestätigte am Montagabend die Wahlkommission des Klubs. Satzungsgemäß hat das Trio 4589 gültige Original-Unterschriften (drei Prozent der Mitgliederschaft) erreicht, um zur Wahl zugelassen zu werden. Zudem habe die Wahlkommission mögliche Interessenskonflikte überprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass „solche in keiner Person Eures Teams vorliegen“, teilte das Gremium mit.
Sven-Georg Adenauer: „Der Zuspruch macht uns unglaublich stolz“
Das Team aus Sven-Georg Adenauer, Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck sah sich bereits zuvor in seinem Bestreben, einen neuen Vorstand beim FC zu bilden, bestätigt. „Der Zuspruch macht uns unglaublich stolz“, erklärte Sven Adenauer, Enkel des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik in einer Pressemitteilung. Das Trio habe in den vergangenen Monaten „unzählige Gespräche mit Mitgliedern und Fans geführt – auf Märkten, am Geißbockheim, in Kneipen, im Freundes- und Familienkreis“.
Bei der Mitgliederversammlung treten neben dem „Team Adenauer“ das vom Mitgliederrat vorgeschlagene „Team Stobbe“ (Jörn Stobbe, Jörg Alvermann, Ulf Sobek) sowie das „Team Stroman“ (Wilke Stroman, Carsten Wettich, Tugba Tekkal) an. Sollte im ersten Wahlgang kein Team die absolute Mehrheit erreichen, kommt es zur Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten.
„Wir freuen uns auf einen fairen, demokratischen Wahlkampf“, sagte Adenauer. „Am Ende sollte das Team gewinnen, das die Interessen des 1. FC Köln am besten vertritt.“ Das Team Adenauer hofft auf rege Teilnahme. „Wenn – wie in der Vergangenheit – nur tausend Menschen über die Zukunft des Vereins entscheiden, ist das wenig demokratisch“, sagte der Adenauer-Enkel. „Ein starkes Zeichen wäre es, wenn 10.000 oder mehr Mitglieder am 27. September ins Stadion kommen.“
Die Mitgliederversammlung ist am 27. September ab 11 Uhr im Rheinenergie-Stadion. Einen Tag später, am Sonntag, tragen die FC-Profis um 17.30 Uhr ihr Heimspiel gegen den VfB Stuttgart aus. (lw, pst)