Der nigerianische Stürmer, bekannt für seine Zeit beim 1. FC Köln und seine legendäre Hennes-Aktion, hängt seine Fußballschuhe an den Nagel.
„Härteste Entscheidung des Lebens“Ehemaliger FC-Stürmer Anthony Ujah beendet seine Karriere

Anthony Ujah, hier bei seiner Rückkehr mit Werder Bremen ins Rhein-Energie-Stadion, spielte drei Jahre lang für den 1. FC Köln.
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Der ehemalige Stürmer des 1. FC Köln, Anthony Ujah, hat sein Karriereende bekannt gegeben. Der 34-Jährige erklärte am Freitag (29. August) in den sozialen Netzwerken nach zahlreichen Verletzungsproblemen seinen Rücktritt vom Profifußball.
„Heute treffe ich die härteste Entscheidung meines Lebens“, schrieb der Nigerianer. Sein Beitrag enthielt Fotos von allen Karrierestationen, darunter ein Bild im Trikot des 1. FC Köln mit der Zweitliga-Meisterschale.
102 Spiele für den 1. FC Köln und ein Griff an die Hörner
Ujah wechselte 2011 aus Norwegen zum FSV Mainz 05. Ein Jahr später wurde er zunächst per Leihe in die 2. Bundesliga zum 1. FC Köln transferiert. 2013 verpflichteten die Kölner den Stürmer fest. Insgesamt bestritt Ujah 102 Pflichtspiele für den FC.
Besonders in Erinnerung blieb seine Aktion im März 2015, als er beim Jubel über ein Tor gegen Eintracht Frankfurt das Maskottchen Hennes VIII. überschwänglich an den Hörnern zog. Später entschuldigte sich Ujah dafür: „Sorry, Hennes, das war etwas zu heftig von mir.“

Anthony Ujah jubelt am 8. März 2015 über sein Tor gegen Eintracht Frankfurt und packt Hennes an den Hörnern.
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Wechsel nach Bremen und weitere Stationen
Nach zwei weiteren Jahren in Köln zog Werder Bremen eine Ausstiegsklausel in Höhe von 4,5 Millionen Euro. An der Weser feierte Ujah mit elf Toren in der Bundesliga-Saison 2015/16 die erfolgreichste Spielzeit seiner Karriere. Nach einem Abenteuer in China spielte Ujah in Deutschland noch einmal für Mainz, danach für Union Berlin und Eintracht Braunschweig.
Insgesamt stehen 136 Bundesliga-, 114 Zweitliga- und sieben Länderspiele für Nigeria in der Karrierebilanz des Stürmers. 2024 wechselte er von Braunschweig zu Botew Plowdiw in die erste bulgarische Liga, zog sich dort aber schon am zweiten Spieltag eine schwere Knieverletzung zu. Bereits 2020 hatte er nach einer Knie-Operation mehr als ein Jahr pausieren müssen.
„Fußball war mehr als ein Spiel für mich“, schrieb Ujah zum Abschied. „Es war meine Leidenschaft, meine Identität und mein Zuhause.“ (red)