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0:0 gegen SaarbrückenFortuna Köln verdient sich mit Leidenschaft einen Punkt

3 min
10.10.2026, xsefx, Fußball, SC Fortuna Köln - 1. FC Saarbrücken, 3.Liga, Südstation, 8. Spieltag, Saison 2026 2027: Romeo Aigbekaen Fortuna Koeln 30 im Zweikampf gegen Mladen Cvjetinovic 1. FC Saarbrücken 21 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi-video. Nordrhein-Westfalen Deutschland *** October 10, 2026, xsefx, Soccer, SC Fortuna Köln vs. 1 FC Saarbrücken, 3rd Division, Südstation, Matchday 8, 20262027 Season Romeo Aigbekaen Fortuna Cologne 30 in a tackle against Mladen Cvjetinovic 1. FC Saarbrücken 21 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video North Rhine-Westphalia, Germany

Fortunas Romeo Aigbekaen (links) wird vom Saarbrückener Mladen Cvjetinovic bearbeitet.

Der Südstadt-Klub muss zwar weiter auf den ersten Heimsieg warten, bietet dem Favoriten aber Paroli.

Der erste Heimsieg lässt weiter auf sich warten. Die Fußballer des SC Fortuna Köln haben aber erneut bewiesen, dass sie gegen ambitionierte Gegner bestehen können. Am achten Spieltag trotzten die Drittliga-Aufsteiger dem ambitionierten 1. FC Saarbrücken im Südstadion ein 0:0 ab. Wäre die Fortuna im Angriff zielstrebiger gewesen und wären ihr die Pässe auf dem eigenen Rasen leichter von der Hand gegangen, hätte die Mannschaft von Matthias Mink den Tabellenfünften aus dem Saarland sogar bezwingen können.

„Ich fand die Energie der Truppe wieder herausragend“, sagte Mink nach der Punkteteilung. Gegen einen starken Gegner wie Saarbrücken sei es „keineswegs selbstverständlich“, über die gesamte Spielzeit mit dieser Leidenschaft aufzutreten.

Robin Afamefuna mit muskulären Problemen

15 Tage nach dem 3:1-Auswärtssieg beim TSV Havelse vertraute der Trainer auf dieselbe Startelf. Sein Kapitän Robin Afamefuna fehlte als Linksverteidiger wegen muskulärer Probleme, Stürmer Enzo Wirtz war aus privaten Gründen verhindert. Mit einem stabilen Zentrum sowie aggressivem und gut getimtem Anlaufen erzwangen die Südstädter immer wieder Ballgewinne. Für ihren Aufwand hätten sie sich durchaus belohnen können. „Die Balleroberungen, die wir hatten, haben wir nicht veredelt“, stellte Mink klar und ergänzte: „Da waren viele Situationen, die du viel, viel besser spielen kannst.“

Vor 5434 Zuschauern und einem prall gefüllten Gästeblock gehörte die Anfangsphase den in Gelb spielenden Saarländern. Bereits in der dritten Minute musste Fortunas Torhüter Lennart Winkler auf der rechten Abwehrseite eingreifen, als U-19-Nationalspieler Alexander Staff und Niko Bretschneider für Gefahr sorgten. Die Kölner fanden anschließend besser in die Partie. Bennit Bröger setzte mit seinem Schuss aufs kurze linke Eck das erste offensive Ausrufezeichen (8.). Zwei Minuten später prüfte Tom Geerkens Saarbrückens Schlussmann Matteo Bignetti aus der Distanz.

Auf der Gegenseite verhinderten die Fortunen mit vereinten Kräften, dass Staff nach starker Vorarbeit von Florian Pick aus kurzer Distanz zum Abschluss kam (27.). Im Mittelfeld- und Angriffspressing eroberten die Hausherren viele Bälle, spielten ihre Umschaltsituationen aber nicht sauber zu Ende: Adrian Stanilewicz jagte Pick den Ball ab, fand aber ebenso wenig den freien Mitspieler (28.) wie Geerkens, der eine Drei-gegen-zwei-Situation auf der rechten Seite vertändelte (31.).

Punktgewinn ein Erfolg für die Fortuna

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung an Höhepunkten arm. Stanilewicz hätte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit treffen können und hatte in der 70. Minute eine weitere Gelegenheit. Auf der Gegenseite war Winkler bei einem abgefälschten Schuss hellwach (76.). Bei Daniel Gleibers viel zu hoch angesetztem Versuch (88.) musste er nicht mehr eingreifen.

Für den Liga-Neuling in der Südstadt war das 0:0 ein größerer Erfolg als für die ambitionierten Gäste. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte Georg Strauch im defensiven Mittelfeld heraus. Vor der Abwehr gab er der Fortuna Stabilität, gewann wichtige Zweikämpfe und trug das eigene Spiel nach vorne. „Er ist aktuell eine sichere Bank“, lobte Mink, wollte aber auch seine anderen Mittelfeldspieler nicht vergessen. „Die Laufdaten der anderen drei waren auch top, top. Deswegen sind wir zufrieden.“

Das Saarbrücken-Spiel war für die Fortuna nur der erste Teil einer intensiven Woche. Am Dienstag (13. Oktober, 19 Uhr) steht bereits das nächste Highlight bei Uwe Koschinats RW Essen an der Hafenstraße an. „Fußball ist Gegenwart und vielleicht ein kleines bisschen Zukunft. Wir können uns für die starke Leistung am Dienstag schon nichts mehr kaufen. Deswegen müssen wir es immer wieder aufs Neue abrufen“, sagte Mink. Sein Essener Kollege Koschinat, der 2011 sein Nachfolger bei Fortuna Köln wurde, hat eine große Vergangenheit in der Südstadt und wird alles für einen Heimsieg in die Waagschale werfen.