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Kinderrat besucht OB Burmester im Rathaus

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Neun Jungen und Mädchen des Linoclub-Kinderrates stehen gemeinsam mit Isabella Neven DuMont (wir helfen e.V.), Lars Hüttler (Kinderschutzbund Köln), Hans-Josef Saxler (Soziales Zentrum Linoclub) und Oberbürgermeister Torsten Burmester im Flur des Historischen Rathauses. Sie halten einen großes Weltkindertag-Plakat in den Händen.

Der Kinderrat des Linoclubs in Lindweiler ist gemeinsam mit Isabella Neven DuMont (wir helfen e.V.), Lars Hüttler (Kinderschutzbund Köln) und Hans-Josef Saxler (Soziales Zentrum Linoclub) zu Besuch bei OB Burmester im Historischen Rathaus zu Köln.

Am 20. September 2026 wird am Rheinauhafen Deutschlands größtes Weltkindertagsfest gefeiert. Kölns OB wird nicht dabei sein. 

Timurhan hat sich am 1. Juni eigens in den Kinderrat des Linoclubs wählen lassen, weil er so gerne den Oberbürgermeister (OB) von Köln persönlich treffen wollte. Der in ein grünes Ensemble gekleidete Siebenjährige aus Chorweiler ist der Jüngste der aus neun Kindern bestehenden Delegation, die an diesem Freitag im Konferenzraum des Historischen Rathauses Torsten Burmester besucht.

Mitgekommen sind auch der Geschäftsführer des Linoclubs Hans-Josef Saxler und Mitarbeiter Thorsten Buff, Lars Hüttler, Geschäftsführer des Kinderschutzbunds, die Leiterin des Offenen Ganztags an der Grundschule Merianstraße in Chorweiler, Verena Gau und Natalie Sviridonova, die die Kinder betreut. Die Kinder haben Fragen mitgebracht und eine Einladung: Torsten Burmester soll den Kinderrat beim Weltkindertag besuchen, der mit vielen Infoständen, Mitmachaktionen und Bühnenauftritten von Kölner Bands am 20. September im Rheinauhafen gefeiert wird. „Es gibt ein Kinderrechte-Rad, da können Sie dran drehen“, motiviert Grace, die am großen Konferenztisch Platz genommen hat, den OB.

„wir helfen e.V.“ unterstützt Kölner Weltkindertag

Die Herausgeberin und stellv. Vereinsviorsitzende Isabella Neven DuMont sitzt mit zwei Mädchen und einem Jungen vom Kinderrat des Linoclubs in Lindweiler am Konferenztisch im Historischen Rathaus zu Köln.

Isabella Neven DuMont ist als stellv. Vereinsvorsitzende von „wir helfen e.V.“ mit den Kindern vom Kinderrat des Linoclubs zu Besuch im Historischen Rathaus.

Die Kinder überreichen Burmester eine Mappe mit Informationen zum Weltkindertag und zum Linoclub, der nicht nur das Soziale Zentrum am Unnauer Weg betreibt, sondern im Kölner Norden auch Träger des Offenen Ganztags an neun Schulen ist – und sie schenken dem Oberbürgermeister ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Macht Euch Stark – der Kinderrat“.

Kölner Oberbürgermeister erteilt Kindern eine Absage

„Leider kann ich an dem Tag nicht kommen“, sagt Burmester, der Schirmherr des Weltkindertags 2026 ist. Er müsse zur Opern-Eröffnung, aber verspricht den Kindern einen Gegenbesuch im Linoclub. Daraufhin fordert er alle auf, sich kurz vorzustellen. „Ich gehe in die erste Klasse“, sagt Burmester. Er sei ja erst seit acht Monaten im Amt und befinde sich noch am Anfang seiner Lernreise als Oberbürgermeister.

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Die zehnjährige Melinda, die direkt neben ihm sitzt, startet mit einer brandaktuellen Frage: Können Schulen Klimaanlagen bekommen? An diesem Freitag stellt Köln einen weiteren Temperaturrekord auf. Es sind 40 Grad, auch in Burmesters Konferenzraum ist es nicht sehr kühl. „Ich bekomme mit, dass meine beiden Kinder derzeit Kurzstunden und Hitzefrei haben. Uns ist klar, dass diese Hitzeperioden in Zukunft noch häufiger werden. Die Schulen müssen Sonnenschutz, Beschattung auf dem Schulhof und auch Klimaanlagen bekommen. Aber da die Stadt zur Zeit nicht viel Geld hat, können wir die bei etwa 400 Kölner Schulen nicht überall gleichzeitig einbauen“, erwidert der Torsten Burmester.

OB mag das Recht auf faire Chancen

Die achtjährige Amaelle fragt Burmester nach seinem Lieblingskinderrecht. „Das Recht auf Gleichbehandlung und faire Chancen“. Manches im Leben hänge davon ab, wo man geboren sei. Das dürfe nicht sein, es müsse im Kölner Norden etwa genauso gute Schulen geben wie im Kölner Süden. „Köln muss gerecht sein. Ihr müsst merken, dass sich die Politik um Euch kümmert“.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester sitzt in ein weißes Hemd gekleidet an einem großen Konferenztisch im Historischen Rathaus, neben ihm sitzen drei Mädchen vom Kinderrat des Linoclubs in Lindweiler.

OB Burmester stellt sich den Fragen von den jungen Kinderrat-Mitgliedern.

Endlich schlägt auch OB-Fan Timurhans große Stunde: Wie wurden Sie Oberbürgermeister? Geduldig spricht Burmester über Parteien, die Politik organisieren und dass er in der Stichwahl etwa 80.000 Stimmen mehr bekommen habe als seine Konkurrentin. Vorher habe ihn seine Partei, die SPD, gefragt, ob er sich vorstellen könne zu kandidieren, und da Köln seit über 40 Jahren seine Heimat sei, habe er Ja gesagt.

Oberbürgermeister zu sein, macht Spaß

Seitdem habe er sehr große Freude an seiner Arbeit – „weil jeden Tag etwas anderes passiert.“ Besonders mag der OB den Kontakt zu den Bürgern und die Möglichkeit, Probleme mit Politik zu lösen. „Das macht unheimlich Spaß“.

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Grace möchte wissen, welches Kinderrecht Burmester noch gerne mag. Bei der Antwort scheint sein ehemaliger Job als Vorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes durch: „Ihr habt ein Recht auf Bewegung. Ihr schaut viel aufs Handy, aber ihr solltet auch auf Bäume klettern, Fußball spielen oder andere Sportarten ausüben“, mahnt der, der, wie er selbst sagt, einmal „Chef aller Sportvereine in Deutschland“ war.

Torsten Burmester ist gegen Social-Media-Verbot

Trotzdem lehnt der OB ein Social-Media-Verbot, wie es derzeit diskutiert wird, ab. „Ich glaube, es ist besser, dass ihr den verantwortungsvollen Umgang mit Eurer Medienzeit lernt“. Auf die Frage, ob er als Bürgermeister Lebensmittel billiger machen könne, hat Burmester eine klare Antwort: „Das kann nicht ich, das müssen Rewe, Lidl oder Aldi entscheiden. Aber manche Lebensmittel wie Cola oder Gummibärchen sollten sogar noch teurer werden durch die Zuckersteuer, damit ihr eher zu gesunden Lebensmitteln greift“.

Den Kindern würden noch viele Fragen mehr unter den Nägeln brennen, doch Torsten Burmester muss schon zum nächsten Termin.

Weltkindertag in Köln: Am Sonntag, 20. September 2026, verwandelt sich der Rheinauhafen zwischen Schokoladenmuseum und Harry-Blum-Platz in ein Spieleparadies. Es wird viele Informations- und Mitmach-Stände rund um die Kinderrechte geben – und ein tolles Programm auf zwei Bühnen, mit Kölner Bands wie Cat Ballou, Pelemele oder Planschemalöör.