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Aktionstag „One Billion Rising"Kölner tanzen gegen die Diskriminierung der Frauen

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Die Teilnehmer tanzten auf dem Wiener Platz.

Die Teilnehmer tanzten auf dem Wiener Platz.

Köln-Mülheim – „Break the Chain“ – Sprenge die Ketten. So heißt das Protestlied, zu dem am Mittwoch mehrere Hundert Frauen und Männer auf dem Wiener Platz in Mülheim getanzt haben. Dort fand zum sechsten Mal das feministische Event „One Billion Rising“ statt. Die Veranstalterinnen wollen auf jegliche Art von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Dasselbe Event läuft zeitgleich in mehr als 180 Ländern. Die Teilnehmer tanzen gemeinsam zum Titellied der Kampagne, um so ein Zeichen für die Gleichberechtigung der Frau zu setzen.

„One Billion“, also eine Milliarde, bezieht sich auf eine Statistik der Vereinten Nationen, derzufolge eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung wird. Die Kampagne wurde 2012 von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler initiiert.

Auch Männer als Unterstützer

Seit 2013 tanzen auch Kölner mit. Veranstalterinnen sind unter anderem das Femme-Total-Netzwerk, der Arbeitskreis Kölner Frauenvereinigungen und das Bündnis Lila. In diesem Jahr gehörten auch Musikdarbietungen, Poetry-Slam-Veranstaltungen und Reden zum Programm, die zum Kampf gegen die Diskriminierung der Frau ermutigen sollten.

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Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Dagmar Dahmen, trat als Rednerin auf. Sie setzt sich verstärkt für Frauenrechte ein und hofft, dass das Projekt auch in Zukunft von der Verwaltung unterstützt wird. Es gebe noch viel zu tun. „Ich wünsche mir, dass dieser Tag irgendwann überflüssig wird“, sagte sie.

Zu den Teilnehmern gehören zwar größtenteils Frauen, aber vereinzelt kommen auch Männer hinzu, um das Projekt zu unterstützen. „Ich bin hier, um meine Solidarität zu zeigen. Leider erkennt nur die Minderzahl der Männer das Problem“, sagte der 40 Jahre alte René. Er stelle jedoch einen Wandel in der Gesellschaft fest. „Ich habe das Gefühl, dass jüngere Generationen offener für das Thema werden“, sagte er. Solche Protestaktionen seien jedoch weiterhin dringend nötig.

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