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Museum Ludwig in KölnKusama-Hype hält an – Tickets zu horrenden Preisen auf dem Schwarzmarkt

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Die Yayoi Kusama-Ausstellung im Museum Ludwig ist fast vorbei und komplett ausgebucht. Um an letzte Tickets zu kommen, müssen Besucher jetzt kreativ werden.

Das Museum Ludwig erlebt derzeit einen nie dagewesenen Ansturm. Seit Monaten bilden sich täglich Besucherschlangen, und nicht nur die nächsten Wochen sind ausverkauft – jeder verfügbare Termin bis Ende der Laufzeit am 2. August ist ausgebucht. Die Künstlerin? Yayoi Kusama, eine japanische Pop-Art-Künstlerin, deren Schaffen durch farbenfrohe Gemälde und Installationen Bekanntheit erlangte. Sie hat nicht nur Kunstfans, sondern auch Millionen Nutzer in den sozialen Medien in ihren Bann gezogen.

Zurzeit sind ihre Werke zu Besuch im Museum Ludwig. Für das Museum eine Ehre – für viele Besucher ein Ticketdrama, bei dem manche auf illegale Marktplätze ausweichen.

Kusama-Tickets auf Kleinanzeigen: Der inoffizielle Schwarzmarkt boomt

Wer zu spät einen Besuch der Ausstellung plant, hat kaum noch eine Chance, über offizielle Kanäle an Tickets zu kommen. Stefanie Brendel aus Leichlingen musste das lernen: „Ich hatte auf der Homepage geguckt und dann waren alle Tickets weg. Die Hoffnung hatte ich fast schon aufgegeben.“ Weit im Voraus zu planen, war für sie aufgrund von beruflichen Verpflichtungen nicht möglich.

Nur über Kleinanzeigen fand sie dann kurzfristig noch eine Eintrittskarte – und hatte noch Glück: Sie zahlte den regulären Preis. Anderen geht es nicht so. Viele Tickets wechseln für das Doppelte oder Dreifache des ursprünglichen Preises den Besitzer.

Das Museum Ludwig ist von dieser Entwicklung überrascht. Pressesprecherin Anne Niermann erklärt: „Für das Museum Ludwig ist das ein neues Phänomen. Das kennt man sonst natürlich eher von Pop-Konzerten.“ Zwar sei die Situation „nicht im Sinne des Erfinders“, doch habe das Museum keine Kontrolle über die privaten Onlineportale. Mit Dutzenden aktiven Angeboten auf Kleinanzeigen wird deutlich: Die Nachfrage nach Last-Minute-Tickets ist enorm. Gleichzeitig warnen Experten vor Betrügern, die mit falschen Geboten versuchen, ahnungslose Käufer abzuzocken.

Lange Anreise und frühe Planung

Wer früh genug geplant hat, konnte auch über den offiziellen Weg noch Tickets ergattern. Doch Besucher erzählen, dass sie diese oft schon im März oder Mai gekauft haben.

Extra aus Lüneburg für einen Besuch im Museum Ludwig angereist ist auch Susanne Bellendorf. Sie wollte die Ausstellung eigentlich schon Pfingsten besuchen, als sie ohnehin in Köln war, doch habe sie damals keine Tickets bekommen. „Dann haben wir uns das gegenseitig zum Geburtstag geschenkt.“ Sie und ihr Mann haben diesen zweiten Versuch, die Ausstellung zu besuchen, bereits im Mai geplant – zwei Monate im Voraus. Jetzt ist sie mit mehr Vorlauf noch einmal angereist und es habe sich gelohnt: „Wir sind gestern angereist und fahren heute wieder zurück, extra für die Ausstellung. Es hat sich gelohnt.“

Wer leer ausging, hat noch eine Chance

„Es hätte noch so viel mehr Leute gegeben, die hier gerne hin gewollt hätten, für die es terminlich nicht passte“, kritisiert Brendel, die auch erst beim zweiten Versuch ein Ticket bekommen hat.

Darauf hat das Museum eine Antwort und verweist auf den nächsten Halt der Ausstellung in Amsterdam: „Da können wir auf die nächste Station verweisen, die Ausstellung wandert weiter nach Amsterdam, ins Stedelijk Museum.“ Dort wird sie ab dem 12. September 2026 zu sehen sein.

Für wen das zu weit ist, hat noch eine letzte Chance, auch in Köln die Ausstellung zu besuchen: Aufgrund der hohen Nachfrage, öffnet das Museum die Ausstellung am Wochenende vom 1. und 2. August 2026 jeweils bis 2 Uhr morgens. Die Tickets sind dann direkt an der Museumskasse erhältlich – nach dem „Come first, serve first“-Prinzip.

Oder nehmen Sie an unserer Verlosung einiger letzter Tickets teil!