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Kunst im CarréeAb Sonntag werden Geschäfte in Köln zu Galerien

Zum 24. Mal findet in Sülz und Klettenberg die Ausstellungsmeile „Kunst im Carrée statt. Für zwei Wochen kann man in Geschäften nicht nur einkaufen.

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Zwei Frauen stehen vor einem Schaufenster und betrachten die Auslage.

Bei der 14-tägigen Veranstaltung „Kunst im Carrée“ werden Schaufenster und Geschäfte zu besonderen Blickfängen.

Von Sonntag, 18. Oktober, bis Samstag, 31. Oktober sind in den teilnehmenden Geschäften verschiedenste Kunstwerke zu sehen. Am Eröffnungssonntag sind die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet, so dass sich der Bummel entlang der Berrenrather und Luxemburger Straße auch lohnt. Im Schaufenster von „Sport Bülle“ an der Berrenrather Straße 216 etwa steht bald eine Figur, die nicht gerade sportlich aussieht, eher ein bisschen verwunschen.

Der Mann erinnert mit seinem riesigen Kopf an einen Zwerg und ist in ein Tierkostüm geschlüpft, wohl frisch verkleidet für die anstehende Karnevalssession. Die knapp 30 Zentimeter große Tonfigur ist ein Werk der Kölner Künstlerin Laura Pitzen-Schiffer und anlässlich der „Kunst im Carrée“ in dem Sportgeschäft zu sehen. Die Sülz/Klettenberger Kunstmeile in den ortsansässigen Geschäften und Einrichtungen eröffnet am Sonntag, 18. Oktober, um 11 Uhr im Pfarrsaal St. Nikolaus, Berrenrather Straße 256. Dort verleiht eine Jury einen Preis an die beste Arbeit. Der Gewinner wird vom Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Sülz-Klettenberg, Sebastian Berges, und der Kuratorin Brigitte Hellwig gewürdigt.

„Kunststücke - Interventionen“ ist das Motto in diesem Jahr

Bis Samstag, 31. Oktober, sind die alltäglichen Einkaufs- und Aufenthaltsorte der Sülzer und Klettenberger dann zugleich Galerien, wo Gemälde, Fotografien, Zeichnungen, Plastiken und Installationen zu sehen sind. Dieses Jahr wurden sie unter dem Motto „Kunststücke – Interventionen“ gefertigt.

Die Tonplastiken von Pitzen-Schiffer zeigen jeweils ein Stückchen Lebensalltag, Figuren, die bewusst ein wenig unfertig, somit unvollkommen und ganz besonders menschlich wirken. In der Sparkasse Köln/Bonn an der Sülzburgstraße sind hingegen großformatige Reliefs zu sehen, die der Künstler Bernd Effertz aus tausenden geschnittenen, bemalten oder oxidierten Stahlblechen überlappend aufnagelt. Die abstrakten Arbeiten bewegen sich auf der Schnittstelle von Malerei, Mosaik und Skulptur.

Lichte Farbspiele, die aus dem Kontrast von dichtem Farbauftrag und feinen Strichen bestehen, zeigt Kinga Maryn in der Apotheke am Questerhof, Berrenrather Straße 296. Insgesamt laden 45 Ausstellungs- und neun Aktionsstandorte sowie fünf Galerien, die Besucher und Besucherinnen dazu ein, der Frage nachzugehen, was genau ein „Kunststück“ zu eben diesem macht. Die Veranstaltung wird von einem umfassenden Programm begleitet. So führen Kunst-Spaziergänge Interessierte zu ausgewählten Ausstellungsorten, finden Live-Konzerte, Lesungen und Workshops statt. Das Programm ist auf der Homepage zu finden.

www.kunstimcarree.de

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