Bei einem verheerenden Brand im Kölner Tropenhaus starben im März 2022 132 Tiere. Die Sanierung soll nach neuesten technischen und energetischen Standards erfolgen.
Sanierung nach BrandTropenhaus im Kölner Zoo muss bis Mitte 2026 geschlossen werden

Im Kölner Zoo brannte es im März 2022 im Tropenhaus (Archivbild)
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Schlechte Nachrichten für Zoo-Besucher: Das Regenwaldhaus, auch Tropenhaus genannt, muss bis Mitte kommenden Jahres schließen. Das teilte der Zoo jetzt auf seiner Instagram-Seite mit. Grund ist der Brand, der im März 2022 im Gebäude gewütet hatte. Das Haus soll nun, so schreibt der Zoo, einer umweltgerechten energetischen Sanierung unterzogen werden, die den „neuesten technischen Standards“ entspricht. Zudem würden die Innengehege modernisiert und erweitert. Die Bewohner des Tropenhauses sollen für die Zeit der Sanierung in die nicht zugänglichen Bereiche des Zoos umziehen.
99 Vögel, 28 Großfische und fünf Säugetiere kamen ums Leben
Eröffnet wurde das Tropenhaus im Jahr 2000, es orientierte sich in seiner Gestaltung an den Urwäldern Südostasiens. Der Brand richtete 2022 erheblichen Schaden an: 132 Tiere verendeten damals. Darunter befanden sich 99 Vögel, 28 Großfische und fünf Säugetiere: vier Lyle-Flughunde und ein Kurzkopf-Gleitbeutler. Zu den verstorbenen Vögeln gehörten auch seltene Arten wie das Helmhornvogel-Männchen, Balistare, Blaukappenhäherlinge, Weißkopfbülbüls sowie verschiedene Fruchttaubenarten. Einige dieser Tiere waren Teil von Erhaltungszuchtprogrammen des Zoos. Die meisten der rund 600 Tiere im Tropenhaus konnten jedoch gerettet werden.
Das Feuer war in einer Zwischendecke des rund 2000 Quadratmeter großen Hauses ausgebrochen, in der sich Kabelschächte befanden. Ein gebrochenes Fenster in der darunterliegenden Mehrzweckhalle begünstigte die Rauchentwicklung. Dieser zog aus dem Untergeschoss in die darüber liegende Freiflughalle, wo sich die Tiere befanden. Anwohner hatten dunklen Rauch über Teilen Riehls gesehen und gegen 18.20 Uhr den Notruf gewählt, sagte die Feuerwehrsprecherin am Abend des Brandes. Am 1. Oktober 2022 wurde das Haus nach dem Feuer wiedereröffnet.
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Es gibt auch gute Nachrichten aus dem Kölner Zoo: Da wären zum einen die Humboldt-Pinguine, die zum ersten Mal seit 15 Jahren Nachwuchs bekommen haben. Eines der beiden Jungtiere musste zwischenzeitlich von einem Tierpfleger mit nach Hause genommen und dort aufgepäppelt werden. Mittlerweile leben beide Jungtiere aber zusammen in der elterlichen Nisthöhle und entwickeln sich gut. Die beiden Baby-Pinguine sollen am Mittwoch (28. Mai) der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die zweite gute Nachricht bleibt zunächst noch vage: Laut Zoo sollen nach der Fertigstellung des Regenwaldhauses „neue spannende Tierarten“ in Köln einziehen. „Manche davon, so viel sei verraten, hat der Kölner Zoo noch nie zuvor gezeigt.“ (gro)