In Köln gab es kaum Niederschlag – obwohl in den Vorhersagen zeitweise sogar Unwetter gemeldet wurden.
Das sagt der DWDUnwetter machen Bogen um Köln – Regen nicht in Sicht

Köln: Ein Radfahrer fährt am Donnerstag (25. Juni) bei Hitze durch eine vertrocknete Wiese im Rheinpark.
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Auf die extreme Hitze sind in vielen Teilen Deutschlands am Sonntag Gewitter mit Sturm und Regen gefolgt – allerdings nicht in Köln. Viele Menschen im Rheinland schauten am Wochenende immer wieder auf die Wetter-Apps und Warnkarten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), von den immer wieder angekündigten Niederschlägen und Gewittern kam aber wenig in Köln an. In der Nacht zu Montag tröpfelte es gelegentlich, ebenso am Montagmorgen (29. Juni). Der große Regen blieb also aus, zumindest aber gingen die Temperaturen nach dem Hitze-Wochenende runter.
„Regen hätte mich gefreut“, sagt die Meteorologin des DWD am Montagmorgen. Allerdings wäre Niederschlag in den vergangenen Tagen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Unwetter einhergegangen, und das wäre auch nicht wünschenswert gewesen. „Der Gewitterkomplex ist an Köln vorbeigezogen“, so die Expertin. In Rheinland-Pfalz, Hessen und Teilen des Bergischen Landes, im Sauerland und in Ostwestfalen gab es dagegen Gewitter.
Grün wird zu Braun – weiterhin Trockenheit in Köln
Chancen auf Regen gibt es in den nächsten Tagen kaum in Köln – obwohl die Natur diesen bitter nötig hätte. Waren viele Rasenflächen in den Parks und am Rhein zu Beginn der vergangenen Woche noch grün, so änderte sich dies Richtung Wochenende rapide. Das Grün ist mittlerweile zu Braun geworden, viele Flächen wirken regelrecht verbrannt.

Köln: Radfahrer fahren am Dienstag (23. Juni) bei Hitze am Aachener Weiher an Heuballen vorbei.
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Hier und da wird man nach Auskunft der Stadt auch Hitzeschäden an Straßenbäumen sehen können, meist in Form von teilweise vertrockneten oder verbrannten Blättern. Insbesondere an besonders strahlungsintensiven Standorten wie vor stark reflektierenden Fassaden sei dies der Fall. Davon erholten sich die Bäume in der Regel aber. Jungbäume würden verstärkt gewässert.
Insgesamt seien die Böden durch das recht feuchte Frühjahr ausreichend mit Wasser versorgt gewesen, sodass die Bäume in den Grünanlagen während der Hitzeperiode keinen Schaden genommen hätten. Durch die jüngsten Gewitterstürme sei es zu Ast- oder Kronenausbrüchen gekommen, einige Bäume stürzten auch um. „Dies ist bei Unwetterlagen im belaubten Zustand von Bäumen ein normales Naturereignis“, so die Stadt.
Seit Mitte Juni gibt es in Köln ein Verbot der Wasserentnahme aus Bächen, das gleich für mehrere Jahre gilt. Rund 800 Grundstücksbesitzende sind davon betroffen. Bislang plant die Stadt keine weiteren Maßnahmen.
Meteorologin erklärt „Kochtopf“-Prinzip bei Gewittern
Niederschlag, der über ein paar Tropfen hinausgeht und der Natur nützen würde, ist in Köln nicht in Sicht. Am Dienstag könnte etwas Regen fallen, am Mittwoch sieht es ähnlich aus. Die größten Chancen bestehen laut DWD für Donnerstag und Freitag (Stand Montagmittag). Genaue Vorhersagen, wo es Gewitter geben wird, sind aber schwierig.
Die Meteorologin spricht vom „Kochtopf“-Prinzip bei der Entstehung von Wärmegewittern: Feuchtwarme Luft steigt vom Boden auf wie Dampf in einem kochenden Topf. Sobald diese Luft in die Höhe steigt, kühlt sie ab, kondensiert, bildet dichte Wolken und entlädt sich schließlich in Form von lokal begrenzten, oft extremen Gewittern. Wo genau sich Wärme und Energie aber entladen, kann man genauso wenig sagen wie bei der Entstehung von Blasen im Kochtopf. Daher ist in der Regel auch mit kurzfristigen Unwetter-Warnungen zu rechnen.
Bei den Temperaturen gibt es nach den Mega-Hitzetagen vom Wochenende zumindest Entspannung. Am Montag kann es in Köln bis zu 29 Grad hochgehen, Dienstag wird es ebenfalls noch einmal warm. Die Tage von Mittwoch bis zum Wochenende werden dann etwas „kühler“ mit Werten um 25 oder 26 Grad. Es wird auch nicht wieder so schwül wie zuletzt, der Taupunkt liegt bei maximal 15. Der Taupunkt drückt die absolute Feuchte der Luft aus. Am Wochenende lag er bei 20.
Nicht ausgeschlossen ist, dass es eine erneute Hitzewelle geben könnte. Allerdings lassen sich dazu laut DWD zum jetzigen Zeitpunkt „keine gehaltvollen Aussagen“ machen.
