Die Technischen Betriebe Leverkusen haben das Verfahren für den Hochwasserschutz in Opladen auf den Weg gebracht.
Hochwasserschutz in LeverkusenEU-weite Ausschreibung für Opladener Wiembachallee läuft

Das östliche Ende der Wiembachallee
Copyright: Peter Seidel
Die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) haben im Dezember die EU-weite Ausschreibung für die Planung des Hochwasserschutzes an der Wiembachallee in Opladen auf den Weg gebracht. Die erste Frist für Planungsbüros in dem offiziell „Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb“ genannten Verfahren laufe am 22. Januar ab, teilte Simone Möller von den TBL auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ mit.
Nach Ablauf der Frist sichtet die TBL die eingereichten Vorschläge und fordert eine kleinere Anzahl von in die engere Wahl kommenden Planungsbüros auf, ein konkretes Erstangebot einzureichen und in Verhandlungen einzutreten. Dafür gibt es erneut eine Frist von einem Monat.
Das EU-weite Ausschreibungsverfahren sei nötig geworden, weil es jedenfalls möglich sei, dass man bei den Planungsleistungen die Grenze von 221.000 Euro überschreite, so Möller. Oberhalb dieses Grenzwerts müssen Planungsleistungen in der gesamten Europäischen Union ausgeschrieben werden. Die TBL-Expertin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Hochwasserschutz an der Wiembachallee finanziell vom Land NRW gefördert werde.
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Bis etwa Mitte März werden die Angebote der Planungsbüros vorliegen. Im März oder April werden sich dann auch die politischen Gremien, also der Stadtbezirk II und der Naturschutzbeirat, mit dem Planungsbeschluss für den Hochwasserschutz an der Wiembachallee befassen. Vorgesehen ist, das Gebiet vor einem HQ extrem, also einem statistisch alle 500 Jahre auftretenden Hochwasser, zu schützen.
Welche Auswirkungen der Schutz vor Hochwasser für die doppelreihige Allee an Hainbuchen längs des Wiembachs haben wird, ist seit spätestens Anfang 2025 Gegenstand heftiger Debatten. Diese werden sowohl in den Ratsgremien als auch zwischen den TBL und der Bürgerinitiative „Wiembachallee erhalten“ ausgetragen. Die Initiative wehrt sich gegen die mögliche Fällung größerer Teile der Hainbuchen und sammelte im Frühjahr 2025 Unterschriften dagegen.

