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Künstlerbunker OpladenEine Ausstellung von Ampelkoalition bis Quadratmännchen

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Kreatives Duo: Es passt zwischen Anna Matzek und Peter Kaczmarek - zu sehen bei der aktuellen Ausstellung im Künstlerbunker.

Leverkusen – Zugegeben: Diese Ausstelllung trägt einen Namen, der ein wenig verrückt klingt. Wenn Anna Matzek und Peter Kaczmarek ab Sonntag gemeinsam im Künstlerbunker ihre Arbeiten zeigen, dann tun sie das unter der Titel „Vom Ampeln, Hampeln und Sampeln“.

Und nicht wenige werden sich nach der Intention dahinter fragen. Wer die Wände der Galerie an der Karlstraße in Opladen entlanggeht, der wird jedoch schnell, erkennen: Das macht Sinn. Und passt.

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Ironie und Humor

Vor allem, weil vielen der gezeigten großen und kleinen Werke diese typische Ironie, dieser so bekannte Humor innewohnt, für den vor allem Peter Kaczmarek seit jeher steht. Gleich im Foyer kleben Dominosteine an der Wand, deren weiße Augen in den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün angemalt sind.

In einer losen Reihe schlängeln sie sich die Wand empor und enden im Nichts des weißen Anstrichs. Und liefern so eine schöne Metapher auf das, was heutzutage zwischen Menschen – vor allem politisch – so angesagt ist: Austarieren, testen, annähern, wieder auseinandergehen, ausreizen, verhandeln. Natürlich auch und vor allem politisch, wenn es um Ampel-Koalitionen geht und die Mächtigen – eben – miteinander ampeln. 

Hampelnde Quadratmännchen

Überhaupt ist es des Menschen Bestreben, immer und in alles eine Struktur zu bekommen. Auf Teufel komm raus. Kaczmarek zeigt das in Bilderfolgen, die zuerst wild durcheinanderwimmelden bunte Quadrate oder – Achtung, Ausstellungstitel – hampelnde Quadratmännchen zeigen und die direkt daneben in stringenten, beinahe symmetrisch angeordneten Quadratgruppen enden.

Gezeichnet ist das alles mit Buntstiften und bis in Detail genau. Wer davorsteht, muss zwangsläufig innehalten und genau hinschauen und wird begreifen, warum der Künstler selbst sagt, dass das Malen dieser Bilder eine maximal beruhigende, beinahe hypnotische Wirkung auf ihn habe. „Wenn ich hinterher aufstehe, dann fühle ich mich gut.“

Sich gut fühlen

Und genau darum geht es bei dieser seltsam-kuriosen Ampel-, Hampel- und Sampelei im Künstlerbunker: ums Sich-gut-Fühlen. Das war die Maßgabe, mit der Anna Matzek und Peter Kaczmarek sich vor einen Jahr zusammentaten als im Künstlerbunker wirkende Kreative. „Wir wollten in einer Zeit, in der es nur Krisen gibt, etwas zeigen, was einfach schön ist und gut tut.“ Das Leben feiern. Zeigen, dass es so verkehrt nicht ist – vor allem, wenn man sich der Kunst widmet, die immer schon besondere Kräfte freizusetzen vermochte.

Künstlerbunker Anna Matzek Peter Kaczmarek 2 (1)

Die Ausstellung eröffnet ab dem 16. Oktober.

Anna Matzek stellte den Bildern ihres Kollegen ihre kraftvoll farbigen Bilder zur Seite, die mal abstrakte Strukturen, mal Pflanzen aus ihrem eigenen Garten oder Parks zeigen, in denen sie manchmal sitzt. Sprich: Es geht um Natur und Eindrücke, die positiv sind und sich nicht – wie oftmals in der Kunst – um das Schwere, Dunkle, Üble kümmern.

Herrlich wild und klug

Alles kulminiert am Ende dieses herrlich wilden und dennoch klug durchdachten Kombinierens – Sampelns – in einer Installation, mit der Matzek per Beamer, Leinentuch, Laustprecher und echten Pflanzen ein Gefühl der rundum wirkenden Sinneseindrücke erzeugt. Ein Kunstwerk, in das sich jeder Besucher und jede Besucherin wahrlich hineinfallen lassen kann. Ein tolles Gefühl.

„Vom Ampeln, Hampeln und Sampeln“ wird am Sonntag, 16. Oktober, um 11 Uhr in der Galerie des Künstlerbunkers an der Karlstraße eröffnet und ist bis zum 30. Oktober zu sehen – somit also auch während der Kunstnacht (28. Oktober).