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BilanzDie Wirtschaftsförderung Leverkusen steht weniger schlecht da

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Probierwerk Stauffenbergstraße. Foto: Ralf Krieger

Das Probierwerk an der Stauffenbergstraße in Opladen bietet nicht nur Platz für Start-ups, sondern ist auch Sitz der Wirtschaftsförderung Leverkusen. 

Die Zahlen für 2025 fallen besser aus. Auch in diesem Jahr liegt noch Sparpotenzial.

Um rund 100.000 Euro niedriger fällt das Defizit der Wirtschaftsförderung Leverkusen für 2025 aus. Statt eineinhalb stehen noch 1,4 Millionen Euro Verlust in den Büchern. An den Personalkosten lag das nicht. Die sind 2025 noch einmal leicht auf knapp 1,2 Millionen Euro gestiegen. Grund dafür waren die Tarifsteigerungen, heißt es im Geschäftsbericht.

Im laufenden Jahr dürfen sich die Personalkosten allerdings verringern. Ende Dezember hat der ehemalige Geschäftsführer Markus Märtens seine Tätigkeit beendet. Seinen Job teilen sich jetzt Benjamin Schulz und Christian Zöller als Doppelspitze. Beide hatten bislang Prokura. Da eine weitere Mitarbeiterin die städtische Gesellschaft vorigen Herbst verlassen hat, verringert sich der Personalbestand auf zehn Personen. Die Arbeit ist inzwischen anders verteilt worden, heißt es dazu im Lagebericht.

Der Stadt Leverkusen gehört jetzt alles

Mit Blick auf die kleinere Belegschaft heißt es, dass die WfL so „ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Ausnahmesituation der Stadt Leverkusen“ leistet. Seit 2024 ist die Stadt alleinige Gesellschafterin der GmbH. Die Sparkasse ist nicht mehr dabei, ebenso wenig wie der Chempark-Betreiber Currenta, die kleinere Anteile gehalten hatten.

Markus Märtens, Benjamin Schulz und Christian Zöller

Markus Märtens (links) hat die WfL Ende 2025 endgültig verlassen. An seine Stelle rückte die Doppelspitze mit Benjamin Schulz und Christian Zöller.

Trotz absehbar sinkender Personalkosten könnte das Defizit der WfL am Ende des Jahres rund 230.000 höher liegen und gut 1,6 Millionen Euro betragen. Diese Entwicklung träte allerdings nur ein, wenn die Stadt Leverkusen doch noch einen neuen Geschäftsführer für die Wirtschaftsförderung bestellen würde. „Dafür müsste Geld vorhanden sein“, sagte am Donnerstag auf Anfrage Christian Zöller, der mit Benjamin Schulz zusammen seit dem offiziellen Ausscheiden von Markus Märtens Ende 2025 die Geschicke der WfL lenkt. Weitere finanzielle Belastungen resultierten aus der Implementierung des Public Corporate Governance Kodex, den sich die Stadt Leverkusen gegeben hat. „Dafür brauchen wir externe Hilfe“, so Zöller.

Im Bioplex sind noch Büros frei

Eine wesentliche Einnahmequelle für die Wirtschaftsförderung ist das Bioplex im Manforter Innovationspark. Ursprünglich geplant als Laborgebäude, beherbergt es ausschließlich Büros. Den Vermietungsstand gibt das Unternehmen per 31. März mit rund 70 Prozent an. Aber: „Für fast alle noch vermietbaren Büros im Erdgeschoss ist die WfL aktuell in Gesprächen mit Interessierten, die neu ins Bioplex ziehen möchten.“

Die Büros im Probierwerk – das ist die frühere Druckerei Garcia an der Stauffenbergstraße in Opladen, wohin inzwischen auch die WfL gezogen ist – seien bis zu 100 Prozent  vermietet, heißt es zu dieser Immobilie. Um Leerstand macht sich Geschäftsführer Zöller im Moment keine Sorgen: „Wir bekommen immer wieder Anfragen von jungen Unternehmen.“