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Im DorfSchlebuscher Bioladen mit mehr Barrierefreiheit und Erfolg

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Ioannis Sakellaridis (v.l) und Florian Movila vor der neuen flachen Rampe ihres Bioladens.

Ioannis Sakellaridis (v.l) und Florian Movila vor der neuen flachen Rampe ihres Bioladens.

Durch ein eigenes Konzept und Maßnahmen zur Barrierefreiheit geht es dem Laden finanziell gut – anders als vielen anderen Unverpacktläden.

Mitte Dezember letztes Jahr haben Ioannis Sakellaridis und Florian Movila den Bioladen in Schlebusch an der Mülheimer Straße übernommen und seitdem das Konzept verändert. Sie bieten inzwischen auch unverpackte Produkte an. Das hatten sie schon ein Jahr zuvor in einem weiteren Laden, in Nippes, eingeführt.

Und das, obwohl Bioläden und vor allem Unverpacktläden zur Zeit Schwierigkeiten haben. Alleine im letzten Jahr mussten viele Läden in Deutschland mit dem unverpackt-Konzept schließen. Was machen die beiden Geschäftsführer anders als viele der Unverpacktläden?

Erfolg durch Mittelweg aus verpackt und unverpackt

Mit dem klassischen Unverpackt-Konzept bieten Läden unterschiedliche Lebensmittel an, die die Kunden sich selber abpacken können. Meistens sind die verkauften Produkte Bio. Die Idee ist, fair produzierte Produkte ohne Verpackungsmüll an die Kunden zu verkaufen, um die Umwelt zu schützen und den biologischen Anbau zu stärken. Meistens haben diese Läden aber ein nur sehr beschränktes Angebot. Das könnte laut Sakellaridis ein Grund für die vielen Schließungen der Läden sein.

Um dieses Problem zu umgehen, setzen sie nicht auf das klassische Unverpackt-Konzept, sondern sowohl auf abgepackte und unverpackte Produkte. Deshalb auch der Name „(Un)verpackt“. Außerdem erklärten sie, dass viele der anderen Läden oft zu klein, die Stimmung zu ideologisch und zu belehrend seien. Das machen sie in ihren Läden nicht, erzählten die beiden. Wichtig sei auch, auf die Wüsche der Kunden zu achten: „Außerdem leben wir im Kapitalismus, da muss man sich einfach der Kundschaft anpassen“ sagt Sakellaridis.

Stolz sind Sakellaridis und Moviala auf ihre neue Rampe am Eingang des Ladens: „Ich glaube, die Rampe macht das ganze jetzt richtig rund“, erzählt Moviala. Bis vor kurzen war dort noch eine Stufe, die vor allem älteren Kunden oder Menschen mit Einschränkungen das Einkaufen sehr schwer bis unmöglich machte. Jetzt kann jeder in ihren Laden einkaufen gehen. Sie erzählten, dass sie schon viele positive Rückmeldungen von ihren Kunden bekommen haben. Die Rampe hat außerdem einen weiteren Vorteil: Kunden können jetzt mit dem Einkaufswagen direkt zum Auto gelangen.