William Wahl kommt ins Scala nach Opladen und trägt sein Programm „Wahlweise“ vor.
„Wahlweise“Was William Wahl an Konzerten im Scala in Opladen schätzt

Am 4. September bringt William Wahl sein aktuelles Programm „Wahlweise“ auf die Bühne des Scala in Opladen.
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Auf der Bühne sieht das natürlich alles viel leichter aus. Wenn sich William Wahl am Freitag, 4. September, um 20 Uhr ans Piano im Scala in Opladen setzt und leichthändig und gewitzt sein neues Programm „Wahlweise“ beginnt, steckt dahinter eine Menge Arbeit. Denn lustig zu sein, das sei schwer. Und das selbst für jemanden wie ihn, der seit Jahrzehnten sein Publikum zum Lachen bringt. Erst mit seiner A-capella-Formation Basta, inzwischen als Klavierkabarettist.
Etwa drei Jahre gebe er sich zwischen seinen Programmen Zeit für neues Material, sagt Wahl im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“. Sein voriges hieß „Wahlgesänge“, das davor „Nachts sind alle Tasten grau“. Im Scala ist Wahl häufig Gast: „Das ist wirklich ein toller Klub, mit schöner Mischung aus Bar- und Theateratmosphäre.“
Das ist wirklich ein toller Klub, mit schöner Mischung aus Bar- und Theateratmosphäre
„Zartbitterböse sind seine Klavierlieder, und in ihnen behält er trotz seiner sehr feinen Beobachtung der menschlichen Schwächen stets einen liebevollen Blick aufs Leben“, heißt es in der Ankündigung zu „Wahlweise“. Ein übergeordnetes Thema gebe es nicht. Das, was er schreibe, hänge oft mit Stimmungen zusammen – manchmal mit denen seiner Mitmenschen, manchmal mit den eigenen. Er, der sich nicht als Wortkabarettist versteht, bringe immer ein bunt gemischtes Programm.
Botschaft eher zwischen den Zeilen
Und damit wolle er die Menschen unterhalten, wenn möglich sie dazu bringen, sich damit zu identifizieren, was er da humoristisch verpackt. Eine „persönliche Nabelschau“ wolle er nicht betreiben. Das Publikum zu belehren, zum Beispiel mit politischen Botschaften, sei nichts für ihn. Dennoch versuche er, meist eher zwischen den Zeilen als parolenhaft, zu vermitteln, wo er in bestimmten Fragen stehe. Und er hofft, dass sein Publikum das auch wertschätze.
So wie in „Rein versehentlich einvernehmlich“, zum Beispiel. Ein Lied, mit dem er ausdrücken möchte, dass „wir uns die Offenheit gegenüber anderen erhalten sollen“. Bei William Wahl gipfelt das dann in: „Egal, wie tief die Gräben. Mein Glaube ist geblieben, dass sich grad irgendwo eine Veganerin und ein Fleischwurstfabrikant verlieben.“
Die Ideen für seine Lieder können von überall herkommen. Gerade schreibt er an einem Stück über Siebträgermaschinen. Ob das, was er schreibt, gut ankommt, hat William Wahl zuletzt bei einem Testkonzert erprobt. Offenbar mit Erfolg. Trotzdem weiß der Profi übers Lustigsein: „Wenn es funktioniert, ist es sehr viel Arbeit.“
„Wahlweise“, William Wahl, Scala-Club Opladen, 4. September, 20 Uhr).
September im Scala
„Komplett absurd – Preview“, Maxi Gstettenbauer, Comedy, 10. September (20 Uhr), „Rubber Soul – The Beatles Cover Band“, Rubber Soul, Rock/Pop – Beatles-Tribute, 11. September (20 Uhr), „Stadelmann liest Höcke – ein satirischer Diskurs kurz vor der Machtergreifung“, Ingmar Stadelmann, Satire und Comedy, 13. September (19.33 Uhr), „Oben Unten Links Rechts“, Räuber, Kölsche Musik und Schlager, 17. September (20 Uhr), „Elternabend – Wenn Schule zur Comedy-Show wird“, Martin Schopps, Comedy, 18. September (20 Uhr), „Illegale Straßentherapie“, Jan Philipp Zymny, Stand-up-Comedy und Kabarett, 19. September (20 Uhr), „Jazz Sabbath – in concert!“, Jazz Sabbath, Jazz und Heavy Metal, 20. September (20 Uhr), „Performing Led Zeppelin – Tour 2026“, Physical Graffiti, Rock – Led-Zeppelin-Tribute, 25. September (20 Uhr), „Sky Full of Stars – An Evening of Coldplay Music“, Sky Full of Stars, Rock/Pop – Coldplay-Tribute, 26. September (20 Uhr), „Svenomenal“, Sven Bensmann, Musik-Comedy, 30. September (20 Uhr). Karten gibt es online und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
www.scala-leverkusen.de
