Auf der Internetseite der Stadt gibt es jetzt eine eigene Rubrik für Kinder, die Kommunalpolitik einfach erklärt.
Neues AngebotLeo erklärt Kindern das Leverkusener Rathaus

Die Startseite des Kinderrathauses, durch das Leo der Löwe führt
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Wer sich in der Stadt einbringen will, muss erst einmal verstehen, wie sie funktioniert. Und das so früh wie möglich. Mit dem Relaunch der städtischen Website hat die Stadt auch ein „Kinderrathaus“ eingeführt, das Schülerinnen und Schülern etwa der Klassen drei bis sechs die Stadtverwaltung näherbringen soll.
Unter Anleitung von Leo dem Löwen, der dem Tier auf dem Stadtwappen eher grob nachempfunden ist, können Kinder hier auf eigene Faust erforschen, was ein Oberbürgermeister macht, wie der Stadtrat funktioniert und wo sie selbst mitreden können.
Oberbürgermeister ist kein König
Alles ist kindgerecht aufbereitet: Komplexe Verwaltungsstrukturen werden in verständlichen Worten erklärt. In kurzen Steckbriefen werden die Fachbereiche von Feuerwehr bis Stadtgrün vorgestellt, es wird erklärt, worum sich die Stadt alles kümmert. Es wird gezeigt, wie der Stadtrat aussieht und erklärt, dass der Oberbürgermeister kein König in einem Schloss ist.
Ein Modul über Wahlen und Beteiligungsmöglichkeiten zeigt konkret auf, wie junge Leverkusener selbst aktiv werden können. Etwa durch Teilnahme am Jugendstadtrat oder an U-18-Wahlen. Außerdem finden regelmäßig Rathausführungen für Kinder und Jugendliche statt, zweimal im Jahr gibt es außerdem den „Tag der Demokratie“, zu dem sich Schulklassen ab Klasse vier bei der Stadt zu einem Planspiel anmelden können.

Abstimmung im Jugendstadtrat 2026
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Die Kinderrathaus-Seiten entstanden in enger Abstimmung zwischen der Onlineredaktion im Fachbereich Oberbürgermeister und der Leitung des Fachbereichs Kinder und Jugend. Das Konzept entstand bereits vor dem Website-Relaunch, musste aber pandemiebedingt verschoben werden. Jetzt ist es live – eingebunden in die neu angelegte Rubrik „Kinder- und Jugendbeteiligung“.
Umfassendes Konzept
2022 hatte der Stadtrat beschlossen, ein umfassendes Konzept zur Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt zu entwickeln. Dabei wurden auch verschiedene Akteure der Jugendarbeit, Schulen und freie Träger eingebunden. Die Stadtverwaltung stellte Simon Frädrich als Beauftragten für Kinder- und Jugendbeteiligung auf einer eigens dafür neu geschaffenen Stelle ein.
Das Konzept funktioniert: Der Jugendstadtrat hat in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattgefunden, mit wachsender Beteiligung und Professionalisierung. Viele Anliegen von Jugendlichen sind dadurch auf die Agenda der Politik gekommen, einige auch umgesetzt worden. Außerdem organisieren viele der früheren Teilnehmenden mittlerweile den Jugendstadtrat mit und engagieren sich politisch, über Gruppen in Jugendeinrichtungen oder Parteien. Mit dem Kinderrathaus sollen Kinder nun noch früher an demokratische Prozesse herangeführt werden.
