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WiesdorfZum Leverkusener Gesundheitstag kann man durch einen Darm laufen

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Viele Akteure nehmen am Gesundheitstag und am Tag der Inklusion in der Wiesdorfer City teil.

Viele Akteure nehmen am Gesundheitstag und am Tag der Inklusion in der Wiesdorfer City teil.

Zum Tag der Integration haben sich so viele Aussteller wie noch nie angemeldet.

Mit ihrem Darm beschäftigen sich viele Menschen viel zu wenig, findet Nico Schäfer, Leiter des Darmkrebszentrums am Klinikum Leverkusen. Am 27. Juni können sich Interessierte direkt in das wichtige Organ begeben: Dann baut das Klinikum zum vierten Leverkusener Gesundheitstag auf der Aktionsfläche in der Rathaus-Galerie ein sieben Meter langes Modell auf, das wie ein Tunnel begehbar ist.

„Darmkrebs ist natürlich die plakativste Krankheit, aber auch Probleme wie Reizdarm und Unverträglichkeiten nehmen immer mehr zu“, sagt Schäfer. Deswegen sei es wichtig, dass Menschen mehr über das Organ erfahren. Dafür werden bei dem begehbaren Darm Experten anwesend sein, mit denen man auch mal „ganz locker“ sprechen könne, abseits einer Sprechstunde beim Arzt.

17 Organisationen nehmen am vierten Gesundheitstag teil, der am Samstag, 27. Juni, von 11 bis 14 Uhr in der Wiesdorfer City stattfindet. Parallel wird zum dritten Mal der „Tag der Inklusion“ veranstaltet. Organisiert wird der Gesundheitstag vom Leverkusener Gesundheitsamt, der Tag der Inklusion gemeinsam vom Dezernat für Bürger, Umwelt und Soziales und dem Beirat für Menschen mit Behinderung. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei.

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Linienbus parkt in der Fußgängerzone

„Wir konnten in diesem Jahr unsere Teilnehmerzahl fast verdoppeln“, freut sich Kerstin Schallehn, stellvertretende Vorsitzende des Beirats. 18 Aussteller beteiligen sich damit am Inklusionstag. Neu dabei ist zum Beispiel die Wupsi, die Besucher wohl nicht übersehen werden. „Wir stellen einen ganzen Linienbus in die Fußgängerzone“, kündigt Kristin Menzel an. Daran können Menschen mit Behinderungen und Senioren sicheres Ein- und Aussteigen üben. „Unsere Busse sind barrierefrei, aber viele wissen gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt, zum Beispiel spezielle Knöpfe im Bus, wenn man Hilfe benötigt.“ Das lasse sich an einem stehenden Bus besser üben als in der Hektik an der Haltestelle.

Wie viele Menschen das Thema Inklusion betrifft, macht Schallehn an einem Rechenbeispiel deutlich. „In Leverkusen leben 10,7 Prozent der Menschen mit einer Schwerbehinderung. Das klingt nicht so viel, aber auf die Bevölkerung hochgerechnet sind das 18.000 Menschen – die halbe Bay-Arena voll!“

Malteser bilden „Juniorretter“ aus

Der Gesundheitstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gesund im Quartier“, so stellen verschiedene Beratungsstellen von der Suchthilfe bis zu Pro Familia ihre Arbeit vor. Beim Deutschen Roten Kreuz und den Maltesern können auch praktische Erfahrungen, etwa in Sachen Blutspende und Erste Hilfe, gesammelt werden. Die Malteser zielen dabei besonders auf ihr neues Projekt „Juniorretter“ ab, in dem sie Kindern und Jugendlichen die Erste Hilfe näherbringen wollen. „Wir haben in Deutschland im internationalen Vergleich noch sehr viel aufzuholen und bei Kindern ist die Hemmschwelle häufig noch geringer als bei Erwachsenen“, sagt die Projektverantwortliche Franziska Loef.

Auf Kinder konzentriert sich auch das Angebot des städtischen Gesundheitsamtes am Aktionstag. „Wir sehen in unseren Schuleingangsuntersuchungen viele Defizite im Bereich Grob- und Feinmotorik“, berichtet Amtsleiterin Mirja Stevens. Dafür werde ein Parcours aufgebaut, an dem Kinder ihren Spaß haben und Eltern sehen, wie einfach man spielerische Förderung auch zu Hause umsetzen kann. Außerdem macht das Gesundheitsamt auf sein neues Angebot der Reisemedizin aufmerksam. Eine Mitarbeiterin hat sich hier fortbilden lassen, sodass das Gesundheitsamt nun Sprechstunden für die ganze Familie anbieten kann, etwa, was Impfungen für Fernreisen angeht.“