Der 1. FC Köln muss dringend sparen. Dies zeigt sich nun auch daran, dass der Verein die Gültigkeit einiger seiner Ehrenkarten begrenzt.
Nach 30 Jahren1. FC Köln streicht Ex-Nationalspieler die Ehrenkarte

Armin Görtz im FC-Trikot am Ball
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Der 1. FC Köln hat zahlreiche Ehrenkarten von ihren Inhabern zurückgezogen. Das berichtet der Kölner „Express“ und meldet eine „dreistellige Anzahl“, die bei einem Wert von bis zu 5000 Euro pro Ticket nun ihre Gültigkeit verliert.
Darunter seien auch einige Alt-Internationale wie etwa Armin Görtz. Der 63-Jährige spielte zwischen 1986 und 1990 für den FC, bestritt 112 Spiele und wurde 1989 und 1990 mit Köln Vizemeister.
Armin Görtz: „Ich bin sehr enttäuscht“
„Ich bin sehr enttäuscht und finde es unmöglich, wie beim FC mit einigen verdienten Spielern umgegangen wird. Ich hätte mir mehr Wertschätzung gewünscht“, sagte Görtz dem „Express“. Telefonisch sei ihm mitgeteilt worden, dass der Anspruch auf das Ticket, welches der Ex-Profi seit 30 Jahren nutzen durfte, nun verfalle.
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Dabei sie ihm damals eine Ehrenkarte auf Lebenszeit zugesichert worden. Doch auch ein Schreiben an FC-Geschäftsführer Christian Keller, in dem Görtz seine Enttäuschung zu dem Vorgang zum Ausdruck brachte, habe nichts genutzt. Als Grund wurden Görtz „Sparmaßnahmen“ genannt.
Außerdem sei eine Zusicherung für ein derartiges Ticket, wie es sie etwa bei Wolfgang Overath oder Toni Schumacher noch gibt, in keinen FC-Unterlagen dokumentiert. „Ich weiß, dass der FC sparen muss, aber ich finde es traurig, dass verdiente Spieler, die ihre Knochen für den Verein hingehalten haben, nicht weiter berücksichtigt werden“, so Görtz.
Der finanziell angeschlagene Klub ist im Zuge der Corona-Pandemie zum Sparen gezwungen. Die Gehaltsstrukturen innerhalb des Profikaders wurden zuletzt stark angepasst und die Saläre deutlich nach unten reguliert. (oke)