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1:2 gegen WürzburgFortuna vergibt Elfer und wartet weiter auf den ersten Heimsieg

Fortuna Köln unterliegt den Würzburger Kickers zu Hause mit 1:2, obwohl deutlich mehr drin war.

Verschossener Elfmeter beim Spiel zwischen Fortuna Köln und Würzburg.

Hamadi Al Ghaddioui scheitert per Elfmeter für Fortuna Köln gegen Würzburg.

Der erste Heimsieg bleibt für Fortuna Köln weiter aus. Am 12. Spieltag der 3. Liga unterlagen die Südstädter am Samstag (31. Oktober 2026) den Würzburger Kickers unglücklich mit 1:2, obwohl sie zwischenzeitlich nah an einer Führung waren.

Noch vor der Pause glich Fortuna einen Rückstand aus. Die Chance, das Spiel vom Elfmeterpunkt aus zu drehen, blieb jedoch ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gäste dann gnadenlos effizient.

Beinahe hätte das Südstadion bereits in der Anfangsphase gejubelt: Nach einem sehr langen Einwurf kam Seymour Fünger aus kurzer Distanz zum Abschluss. Würzburgs Keeper Marko Rajkovacic stand jedoch im linken Eck genau richtig und verhinderte den Treffer mit einem starken Reflex.

Ausgleich per Strafstoß, zweiter Elfmeter vergeben

Danach übernahmen die Gäste zunehmend die Initiative und erspielten sich Gelegenheiten. Lennart Winkler im Fortuna-Tor war zunächst noch zur Stelle. In der 26. Minute konnte er allerdings nichts mehr ausrichten: Eliot Muteba schloss einen Würzburger Konter zum 1:0 ab.

Wenige Minuten später verlangte das gesamte Südstadion, Trainer Matthias Mink (59) eingeschlossen, einen Handelfmeter. Nico Thier war über die rechte Seite vorgestoßen, Würzburgs Verteidiger Ebrahim Farahnak ging in die Grätsche. Dabei rutschte sein Arm aber wohl knapp am Ball vorbei. Schiedsrichter Leonidas Exuzidis (31) lag mit seiner Entscheidung, nicht einzugreifen, daher richtig.

Auch in der Folge hatte Fortuna kein Glück. Aus zehn Metern hatte Timo Bornemann Rajkovacic bereits überwunden, als Verteidiger Dominik Meisel den Ball spektakulär von der Linie kratzte.

Acht Minuten später zeigte der Unparteiische dann doch auf den Punkt, nachdem Farahnak Bornemann gefoult hatte. Romeo Aigbekaen trat an und verwandelte. Es war erst der zweite Liga-Treffer im Südstadion in der laufenden Saison.

Damit war die turbulente erste Hälfte noch nicht vorbei. Nur zwei Minuten danach bot sich den Kölnern in der Nachspielzeit die Gelegenheit, mit einem weiteren Strafstoß nachzulegen. Routinier Hamadi Al Ghaddioui, der zuvor mehrere Angriffe stark eingeleitet hatte, scheiterte jedoch an Rajkovacic, der den Elfmeter nicht nur parierte, sondern den Ball sogar festhielt.

Ganz anders verlief der zweite Durchgang: Beide Mannschaften nahmen nach dem Spektakel vor der Pause deutlich Tempo heraus, Torchancen gab es kaum noch. Fortuna hatte zwar mehr vom Spiel und bemühte sich, fand aber nur selten eine Lücke. Nach 70 Minuten wagte der kurz zuvor eingewechselte Florian Heister einen Schuss aus der zweiten Reihe, der sein Ziel jedoch deutlich verfehlte.

Ausgerechnet dieser Warnschuss rüttelte die Gäste wach. Zwei Minuten später köpfte Tarsis Bonga nach einer Ecke zum 2:1 ein. Gegen die beste Abwehr der Liga machten die Würzburger aus sehr wenig zwei Tore und nahmen so drei Punkte mit nach Hause.

In der Tabelle bleibt Fortuna Köln Vorletzter, drei Punkte fehlen zum rettenden Ufer. Weiter geht es für die Südstädter am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim. (red)