Die dreimalige „Kölner Sportlerin des Jahres“ sammelte während ihrer Karriere zahlreiche internationale Titel und Medaillen.
150 aus 150Britta Heidemann wurde 2008 Olympiasiegerin im Fechten

Britta Heidemann unterstützte 2026 die Olympiabewerbung von KölnRheinRuhr. (Archivfoto)
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Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 68. Teil der Serie geht es um die Fechterin Britta Heidemann.
Bedeutung
Britta Heidemann ist eine erfolgreiche Kölner Sportlerin. Als Schülerin gewann sie Titel in Leichtathletik und Schwimmen, kam dann über eine Schnupperkurs zum Fechten. 1995 bis 1999 war sie fünfmal hintereinander Deutsche Meisterin im Friesen-Fünfkampf, bestehend aus Fechten, Schwimmen, Laufen, Kugelstoßen und Luftgewehrschießen. Seit 1997 trat sie im Modernen Fünfkampf an: Reiten, Degenfechten, Schießen, Schwimmen und Laufen. 1999 holte sie in dieser Disziplin ihre erste internationale Medaille bei der Jugendweltmeisterschaft.
2000 hatte sie ihren ersten internationalen Erfolg im Fechten bei der Junioreneuropameisterschaft. Sie spezialisierte sich auf das Degenfechten und gehörte der Nationalmannschaft an. Es folgten zahlreiche Höhepunkte, vor allem als Einzelkämpferin der Gewinn der Weltmeisterschaft 2007, der Olympiasieg 2008 und die Europameisterschaft 2009 – als erste Degenfechterin erzielte sie die drei Titel in Folge. 2018 beendete sie ihre aktive Sportkarriere.
2016 wählten die olympischen Athleten sie mit dem besten Ergebnis zu einer von vier VertreterInnen der Athletenkommission im Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Damit war sie auch Mitglied im Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Nach Ablauf der achtjährigen Amtszeit berief das IOC sie in den Vorstand der Olympic Refuge Foundation, die jungen Flüchtlingen weltweit den Zugang zum Sport ermöglicht. 2025 erfolgte ihre Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports.
Britta Heidemann
Geboren: 22. Dezember 1982 in Köln
Wirken in Köln
2017 bis 2019 war Heidemann Mitglied des Aufsichtsrats des 1. FC Köln. Sie wohnt in Köln.
Bemerkenswert
Die Absolventin des Apostelgymnasiums war als Schülerin in Peking und studierte 2001 bis 2009 an der Universität Köln Regionalwissenschaften mit dem Schwerpunkt China. Ihre Diplomarbeit schrieb sie über die chinesische Windkraftindustrie. Sie spricht Mandarin und berät zu China-Themen. 2014 veröffentlichte sie ein Buch über China.
Spuren in der Stadt
2009, 2012 und 2014 wählten die Sportfans Britta Heidemann zur „Kölner Sportlerin des Jahres“. 2016 war sie Ehrenamtspatin der Stadt Köln. Sie ist Patin des KIDsmiling e. V., der Kindern und Jugendlichen sportliche Aktivitäten ermöglicht.
Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.
