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1,9 Millionen Euro: Stadt Köln will mehr als 250 Kölner Ampeln modernisieren

Das Ampelsystem in Köln ist veraltet.

Das Ampelsystem in Köln ist veraltet.

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Max Grönert

Köln -

Die Stadt will bis Ende 2020 mehr als 250 Kölner Ampeln modernisieren. Dazu sollen 1,9 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Saubere Luft 2017 bis 2020“ verwendet werden. Die Verwaltung erwartet Verbesserungen im Verkehrsfluss und eine bessere Möglichkeit, Ampelphasen an die konkrete Verkehrslage anzupassen. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll nun dem Stadtrat zugehen.

Defekte Ampeln sorgen immer wieder für Probleme im Kölner Straßenverkehr. Zuletzt war zum Beispiel am zweiten Weihnachtsfeiertag an der Deutzer Brücke eine Ampel ausgefallen und hatte für Staus gesorgt, sagte Susanne Rosenstein vom Amt für Verkehrsmanagement. Ziel der Ampeloffensive ist es, den Verkehrsfluss an hochbelasteten Straßen und auch die Luftqualität in der Stadt zu verbessern. So sollen bis zu 28 Ampeln an den Hotspots Justinianstraße in Deutz, Aachener Straße in Weiden und Luxemburger Straße modernisiert werden. Die Stadt will damit versuchen, die Grenzwerte für Stickoxide an diesen Stellen einzuhalten. In der Vergangenheit wurden dort Messwerte von deutlich mehr als 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen.

Ampeln an zentralen Verkehrsrechner anschließen

Im Detail will die Stadt 40 Ampeln an hochbelasteten Straßen technisch aufrüsten, 26 weitere an den zentralen Verkehrsrechner anschließen. An diesen Rechner, der derzeit im Probebetrieb läuft, sind momentan zwei Drittel der gut 1000 Kölner Ampeln angeschlossen. Mit der 2,6 Millionen Euro teuren Anlage sollen Störungen schneller erkannt und beseitigt werden und Messergebnisse beispielsweise für Wartezeiten erhoben werden. Möglich ist es auch, mit Hilfe des Rechners gesonderte Ampelschaltungen zu programmieren – etwa wenn der 1. FC Köln Fußballspiele im Rhein-Energie-Stadion austrägt oder große Konzerte in der Lanxess-Arena anstehen. Der Probebetrieb soll noch einige Wochen andauern.

Die Ampeln an 53 Kreuzungen sollen schließlich digitalisiert werden. So werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Ampeln besser von Fahrassistenzsystemen oder Grüne-Welle-Assistenten in Fahrzeugen erkannt werden.

50 Ampeln bereits 2018 erneuert

Nicht berührt von dem Saubere-Luft-Programm sind die Maßnahmen, die die Stadt im Rahmen des „Erneuerungsprogramms für Ampelanlagen“ durchführt. 2018 wurden hier 50 Ampeln erneuert, unter anderem an den Kreuzungen Aachener Straße/Gürtel, Aachener Straße/Universitätsstraße, Dürener Straße/Gürtel und auf der Luxemburger Straße. Auch die Ampeln am Messekreisel wurden jüngst modernisiert. Statt drei Steuergeräten ist mittlerweile nur eines im Einsatz.

Das Programm „Saubere Luft“ hat der Bund auf dem zweiten sogenannten Kommunalgipfel im November 2017 aufgelegt. Für das Programm steht eine Milliarde Euro bereit. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen, um den städtischen Verkehr bis 2020 zu modernisieren und Diesel-Busse im öffentlichen Nahverkehr nachzurüsten.