Als Mitglied im Förderkreis Kölner Dommusik unterstützt man junge Sänger und erhält freien Eintritt in den Dom. Den bekommen auch die inzwischen mehr als 26.000 Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins.
Ausnahme von GebührFörderkreis Dommusik erhält freien Eintritt in den Kölner Dom

Ein Konzert des Kölner Domchors in der Kathedrale
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Seit Einführung der neuen Besichtigungsgebühr für den Kölner Dom reißen die Diskussionen nicht ab. Zwölf Euro pro Person müssen seit 1. Juli für einen Besuch der Kathedrale außerhalb der Gottesdienstzeiten bezahlt werden. Sämtliche Vorstöße für Ausnahmen vom Eintrittsgeld hat das Domkapitel bisher abgelehnt. Begründung: Dadurch werde das Finanzierungskonzept für den langfristigen Unterhalt des Doms ausgehöhlt. Freien Eintritt erhalten Kinder unter 14 Jahren, Menschen mit Schwerbehinderung und Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins.
Doch es gibt noch eine weitere, bislang kaum bekannte Ausnahme: Wer Mitglied im Förderkreis Kölner Dommusik ist, darf nicht nur selbst den Dom weiterhin kostenlos besuchen. Er kann zudem noch eine weitere Person aus seinem persönlichen Umfeld benennen, die ebenfalls gratis Zugang zur Kathedrale erhält. Das bestätigte die Vereinsvorsitzende Britta Brisch unserer Redaktion.
Der Förderkreis Kölner Dommusik ist ein gemeinnütziger Verein, der seit vielen Jahrzehnten die Musikerziehung der Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen der Kölner Dommusik finanziell unterstützt. Gefördert werden die Grundschule „Kölner Domsingschule“ in Lindenthal, die Musikschule des Doms sowie die beiden Chöre – der Kölner (Knaben-)Domchor und der Mädchenchor am Kölner Dom.
Förderkreis unterstützt musikalische Ausbildung junger Menschen
„Unser Förderkreis stellt Gelder für die Anschaffung neuer Instrumente und Lernmittel bereit sowie für die musikalische Ausbildung und Stimmbildung der Kinder und Jugendlichen. Außerdem tragen wir dazu bei, dass Mitglieder der Domchöre an Chorfreizeiten, Festivals und Konzertreisen im In- und Ausland teilnehmen können“, erläutert Britta Brisch. Von der Unterstützung durch den Verein haben bereits Hunderte junge Menschen profitiert.
Aktuell habe der Verein rund 330 Mitglieder. Darunter seien Eltern von Chormitgliedern sowie ehemalige Sängerinnen und Sänger, aber auch Menschen, die sich ohne direkten persönlichen Bezug für die Dommusik begeistern. „Jeder ist herzlich willkommen, unserem Förderkreis beizutreten, um die Dommusik zu unterstützen. Der jährliche Mindestbeitrag beträgt 80 Euro pro Jahr. Darüber hinaus freuen wir uns über Spenden“, so Brisch. Der Mitgliedsbeitrag komme direkt den Kindern und Jugendlichen zu Gute. „Highlight eines jeden Förderjahres ist zur Adventszeit das große Konzert der Chöre für alle Förderkreismitglieder, das Mitglieder im Hauptschiff des Kölner Doms genießen können.“
Angesichts der langjährigen Unterstützung des Förderkreises für die Musik am Dom hat das Domkapitel den Vereinsmitgliedern Gratiszugang in die Kathedrale eingeräumt. Ehemalige Sängerinnen und Sänger der Domchöre sowie frühere Messdiener müssen dagegen Eintritt bezahlen.
Zentral-Dombau-Verein hat mittlerweile 26.000 Mitglieder
Für Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV), die kostenlos in die Kathedrale dürfen, gibt es ab Januar 2027 eine Neuerung. „Die bislang auf Papier gedruckten Mitgliedsausweise werden auf ein Scheckkartenformat umgestellt“, kündigt ZDV-Präsidentin Barbara Schock-Werner gegenüber unserer Redaktion an. Die neuen Karten aus Kunststoff werden einen QR-Code besitzen, der einen direkten Gratiszugang in den Dom ermöglicht. Bislang müssen sich ZDV-Mitglieder erst an der Kasse am Roncalliplatz oder online ein Freiticket holen, bevor sie in den Dom dürfen.
Die Mitgliederzahl des ZDV steigt weiterhin rasant. Vergangene Woche habe man die Marke von 26.000 Mitgliedern durchbrochen, so Schock-Werner. Anfang des Jahres waren es noch 19.000 Personen. Der Mindestbeitrag für Mitglieder beträgt bislang 20 Euro pro Jahr – inklusive Gratiseintritt in den Dom.