„Mint-machtag“ 2024 in Köln200 Kinder entdecken die Welt der Naturwissenschaften auf dem Rudolfplatz

Lesezeit 2 Minuten
Elfie Scho-Antwerpes eröffnete als Schirmherrin den „Mint-machtag“ am Rudolfplatz.

Elfie Scho-Antwerpes eröffnete als Schirmherrin den „Mint-machtag“ am Rudolfplatz.

Anlässlich der bundesweiten „Mint-machtage“ 2024 experimentierten 200 Kinder am längsten Forschertisch Kölns auf dem Rudolfplatz.

Elfi Scho-Antwerpes, ehemalige Bürgermeisterin der Stadt Köln, hat am Dienstag den „Mint-machtag 2024“ auf dem Kölner Rudolfplatz als Schirmherrin eröffnet. Angeleitet durch Mitarbeitende aus Kölner Kitas, können rund 200 Kinder hier die Welt der Naturwissenschaft entdecken. Der Tag wird bundesweit von der Stiftung „Kinder erforschen“ initiiert und in Köln von Fröbel e.V., dem Träger von 46 Kitas in der Stadt, umgesetzt.

Ein Kind wirft eine Brausetablette in das Glasgefäß, um eine Lava-Lampe zu erschaffen.

Ein Kind wirft eine Brausetablette in das Glasgefäß, um eine Lava-Lampe zu erschaffen.

Nach der Eröffnungsrede wird auf der kleinen Bühne das erste Experiment durchgeführt. Unter der Anleitung von Martina Schmidt, Leiterin des Fröbel-Kindergartens „Spurensucher“ und Mitorganisatorin, erschaffen die Kinder ihre eigene Lava-Lampe. Mit mehreren Litern Wasser und Öl, grüner Lebensmittelfarbe und Brausetabletten füllen sie ein Glasgefäß. Gebannt verfolgen die Kinder, Eltern und Betreuer, wie die grüne Farbe durch die aufsteigenden Blasen der Brausetabletten im Gefäß sprudelt.

25 Experimente auf dem Kölner Rudolfplatz aufgebaut

Nachdem der „Mint-machtag“ in den ersten zwei Jahre im Jugendpark in Deutz stattfand, freut sich Schmidt, dass er seit 2022 auf öffentlichen Plätzen in Köln veranstaltet wird. So könne gezeigt werden, welche Arbeit im pädagogischen Bereich geleistet wird: „Das bekommen die Menschen sonst nicht so mit“, sagt Schmidt. Es sei ihr ein wichtiges Anliegen, die Botschaft zu transportieren: „Kinder lernen immer und gerne.“

Kinder stellen Seifeknetgugeln her.

Kinder stellen Seifeknetgugeln her.

Auf dem Rudolfplatz sind in einem großen Quadrat Forschungstische aufgebaut. Die Kinder aus den mehr als 20 Kölner Kitas können hier die etwa 25 verschiedenen Experimente entdecken. Aus Seife und Speisestärke stellen sie Seifeknetkugeln her, die zum Händewaschen verwendet werden können. An einer Station entdecken Kinder, wie man mit kleinen Solarpanels oder Kartoffeln und Zitronen und einem Stromkreis ein Lämpchen zum Leuchten bringen kann. Zudem kommen sie hinter das Geheimnis aufblühender Seerosen aus Papierblumen, deren nach innen gefalteten Blüten sich öffnen, wenn man sie auf Wasser legt.

Kinder fördern und fordern

In diesem Jahr steht der Mint-machtag unter dem Motto „Entdecken, Forschen, Freisein!“. Den Kindern soll forschend und entdeckend vermittelt werden, was Freiheit bedeutet. „Freiheit ist so wichtig, damit sich die Kinder frei nach ihren Interessen entwickeln können“, sagt Elfi Scho-Antwerpes. 

Elfi Scho-Antwerpes ist Ingenieurin und Stadtplanerin. Früher sei es außergewöhnlich gewesen, dass eine junge Frau diesen Beruf erlernt. „Zum Glück ist das heute viel diverser geworden und die typischen Mädchen- und Jungsfelder gibt es immer weniger. Alle Kinder können und sollen an den Stationen gleichermaßen teilnehmen“, sagt die Schirmherrin. Ihr sei es wichtig, die Kinder für die naturwissenschaftlichen Felder zu interessieren und zu begeistern, aber auch zu fordern. „So können wir die Schätze von Morgen fördern.“

Nachtmodus
KStA abonnieren