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Uniklinik KölnGrundstein für Centrum für Familiengesundheit gelegt

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30.09.2026 Köln. Die Uniklinik Köln feiert die Grundsteinlegung für das Centrum für Familiengesundheit (CEFAM). Das Projekt ist mit rund 63.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche das größte Neubauvorhaben der Uniklinik Köln seit 1962. V.Li.: Prof. Dr. Jörg Dötsch, Ministerin Ina Brandes, Prof. Dr. Edgar Schömig. Foto: Alexander Schwaiger

Jörg Dötsch (Direktor der Kinder- und Jugendmedizin), Ina Brandes (Landesministerin für Kultur und Wissenschaft), Edgar Schömig (Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln) bei der Grundsteinlegung für das Centrum für Familiengesundheit.

Das Cefam soll unter anderem eine Station für Geburtsmedizin beinhalten und das Wohl von Familien in den Vordergrund stellen.

Sieht man sich die riesige, sehr tiefe Baugrube an der Kerpener Straße in Lindenthal an, wird einem klar, welches Ausmaß das größte Neubauvorhaben der Uniklinik seit 1962 hat. Am Mittwoch ist der Grundstein für das Centrum für Familiengesundheit, kurz Cefam, gelegt worden.

Zweck des Projekts ist es, die Geburtshilfe, die Versorgung von Früh- und Neugeborenen, die Frauenheilkunde sowie die Kinder- und Jugendmedizin unter einem Dach zusammenzuführen. Die Bodenplatte des Neubaus, der drei unterirdische und neun oberirdische Geschosse haben wird, ist bereits fertiggestellt. 264 Betten sind geplant, inklusive der Möglichkeit, dass Eltern im selben Krankenzimmer wie ihr Kind untergebracht werden können. Platz finden auf den rund 63.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche auch sechs Kreißsäle mit zwei unmittelbar angegliederten OP-Sälen für Kaiserschnitte sowie eine gemeinsame Station für Geburtsmedizin und Neonatologie, also die medizinische Versorgung von Neugeborenen.

Neue OP-Säle und Hubschrauberlandeplatz

Darüber hinaus vorgesehen sind ein zentraler Operationsbereich mit acht Sälen, ein zusätzlicher septischer OP-Saal für Eingriffe an bereits infizierten Körperteilen oder bei vorhandenen schweren Infektionen, und ein Landeplatz für Rettungshubschrauber. Hinzu kommt die neue Zentrale Notaufnahme, die direkt an das Zentralklinikum angebunden wird und kurze Wege zu Diagnostik und Behandlung ermöglicht. Ein Verbindungsbauwerk dient dazu, die neuen OP-Bereiche an die bestehende Infrastruktur anzuschließen; über einen gemeinsamen Hauptweg werden sie mit den weiteren OP-Kapazitäten der Uniklinik vernetzt. Vor der zweigeschossigen Eingangshalle zur Kerpener Straße hin wird ein Bereich mit Sitzbänken, Grünflächen und Spielplatz geschaffen.

30.09.2026 Köln. Die Uniklinik Köln feiert die Grundsteinlegung für das Centrum für Familiengesundheit (CEFAM). Das Projekt ist mit rund 63.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche das größte Neubauvorhaben der Uniklinik Köln seit 1962. Foto: Alexander Schwaiger

Die Baustelle des Cefam an der Kerpener Straße in Lindenthal.

Für die Planung und den Bau setzt die Uniklinik, deren Tochterunternehmen medfacilies GmbH die Bauherrenvertretung, das Projektmanagement und die Generalplanung übernommen hat, auf die Methode des Building Information Modeling. Dabei werden Planungs- und Baudaten digital miteinander vernetzt, um Prozesse effizienter zu steuern. Gleichzeitig entsteht ein digitaler Gebäudezwilling, der künftig den Betrieb der hochkomplexen Immobilie unterstützt und die Grundlage für ein nachhaltiges Gebäudemanagement bildet. Die Zentrale Notaufnahme soll im vierten Quartal 2031 den Betrieb aufnehmen, das Gesamtprojekt Anfang 2033 komplett umgesetzt sein.

Zentrum soll Familien in den Fokus stellen

Mit der Grundsteinlegung für das Cefam nehme „ein zentraler Baustein unseres baulichen Masterplans weiter konkrete Gestalt an“, sagte Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. Er sprach von einem „echten Quantensprung für unsere Infrastruktur“ und dankte dem Land als Geldgeber für das „starke Bekenntnis zur universitären Spitzenmedizin“. In die Zeitkapsel, die traditionell dem Grundstein beigefügt wird, legte NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes eine Karte, auf der die Fördersumme des Landes steht: 748,3 Millionen Euro. „Wir investieren gezielt in moderne Universitätskliniken, die das Rückgrat unserer medizinischen Versorgung sind“, sagte sie.

Mit dem Neubau auf dem Gelände der Kölner Uniklinik, die schon mit dem Centrum für Integrierte Onkologie Maßstäbe der interdisziplinären Zusammenarbeit gesetzt habe, entstehe ein Zentrum, „das die Bedürfnisse von Familien konsequent in den Mittelpunkt stellt“. Die Einrichtung biete ideale Voraussetzungen, vor allem für die Betreuung von Risikoschwangerschaften und die Versorgung von Frühchen, sagte Jörg Dötsch, Direktor der Kinder- und Jugendmedizin und Sprecher des Cefam. Dieses verbinde „erstklassige Medizin“ mit Familienfreundlichkeit. Welche Bedeutung dem zukomme, lasse sich dem AOK-Gesundheitsatlas 2026 entnehmen. Danach haben nur 53 Prozent der Mütter und Väter eine ausreichende Kompetenz in Gesundheitsfragen.