- Kölns Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach scheidet im August dieses Jahres nach Ablauf ihrer achtjährigen Amtszeit aus dem Amt aus.
- Ihre Amtszeit war nicht von Erfolgen gekrönt. Ihre Nachfolge steht nun vor einer Mammutaufgabe. Das Motto „Et hätt noch immer jot jejange“ wird nicht reichen.
Wenn man sich fragt, was von den acht Jahren, die Susanne Laugwitz-Aulbach Kulturdezernentin war, im Gedächtnis bleiben wird, dann ist es dieser eine Satz: „Ich habe hier nicht den Oberverantwortungshut auf.“ Gesprochen auf der Pressekonferenz, die das andauernde Drama rund um die Opern-Sanierung einläutete.
Nun ist es zweifellos so, dass Laugwitz-Aulbach das Desaster nicht allein zu verantworten hat, aber sich als Kulturdezernentin einfach wegducken zu wollen, war ein fatales Signal. Die Frau, die für die Kultur in der Stadt kämpfen sollte, fühlte sich nicht zuständig. Und machte es auch in anderen Bereichen nicht viel besser.
Laugwitz-Aulbach von Reker kaltgestellt
Ob Sanierung des Römisch-Germanischen Museums, Erweiterung des WRM oder die Bachmann-Nachfolge – Erfolge suchte man vergeblich. Sie zog sich zurück, irgendwann stellte Henriette Reker sie kalt.
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Wer auch immer ihr nachfolgt, steht vor einer Mammutaufgabe. Die Baustellen sind in jeder Hinsicht groß. Da braucht es jemanden mit Begeisterung für die Kultur in ihrer ganzen Vielfalt, Sachkenntnis und einem hervorragenden Netzwerk. Vor allem aber braucht die viertgrößte deutsche Stadt endlich wieder einen eine Kulturdezernentin oder einen Kulturdezernenten, die sich nicht verstecken und ansprechbar sind. Köln kann sich keinen Stillstand mehr leisten.
In einer Stadt, die Glaubenssätze wie „Et hätt noch immer jot jejange“ für ausreichend erachtet, um die Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken, ist vielleicht nicht unbedingt ein Drachentöter nötig, wie Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann andeutet, aber Mut und Ausdauer ganz sicher.



