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GedenkfeierBlankenheimer erinnern an die Flutopfer und die große Solidarität

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Menschen sitzen auf Holzbänken am Flussufer. Sie richten den Blick auf einen Redner, der an einem Pult steht.

Am Ufer unterhalb der Ahrbrücke in Ahrdorf fand die Gedenkfeier der Gemeinde Blankenheim zur Hochwasserkatastrophe statt.

Die Gemeinde Blankenheim richtete ihre Gedenkfeier zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe am Ahrufer in Ahrdorf aus.

Mit einer stimmungsvollen Gedenkfeier erinnerte die Gemeinde Blankenheim an die Hochwasserkatastrophe vom 14./15. Juli 2021.

Blütenblätter trieben in der Ahr unterhalb der Brücke in Ahrdorf. Diese symbolische Aktion bildete am Dienstagabend den Abschluss der offiziellen Gedenkfeier, zu der die Verwaltung die Bürger der Gemeinde Blankenheim eingeladen hatte. Aus dem gesamten Gemeindegebiet waren Menschen gekommen, um sich daran zu beteiligen.

Zwei Geistliche trugen moderne Psalmen vor

„Yesterday“ von den Beatles in einer Instrumentalversion erklang zu Beginn aus dem Lautsprecher am Ahrufer unterhalb des Bürgerhauses. Hier begrüßten Pastoralreferent Martin Westenberger für die katholische und Pfarrer Thorsten Schmitt für die evangelische Kirche die Teilnehmer.

Drei Frauen und ein Mann stehen am Ufer.

Gäste streuten Blütenblätter des Gedenkens in die Ahr.

Es gehe darum, innezuhalten und der Opfer des Hochwassers von 2021 zu gedenken. Und darum, an das Leid zu erinnern, das die Fluten ausgelöst hätten, so Westenberger. Er zitierte wie Pfarrer Schmitt moderne Psalmen, die das Erinnern, aber auch den Dank für nach dem Hochwasser erfahrene Unterstützung und Hilfe formulierten.

Bürgermeisterin Jennifer Meuren erzählte, wie sie die Katastrophe erlebte

Bürgermeisterin Jennifer Meuren, die namentlich den damaligen Leiter der Feuerwehr Alfred Reintges begrüßte, erinnerte in ihrer Ansprache an den 14. Juli als einen Tag, der scheinbar so begann wie die Tage zuvor. „Das ist doch nur Regen“, habe sie damals zunächst gedacht, so Meuren. Doch ab dem Nachmittag wurde der Regen immer mehr. Schließlich erreichten die Starkregenfälle gegen Mitternacht ihren Höhepunkt.

Welche Folgen das hatte, habe sie fassungslos gemacht, erinnert sich Meuren. Ihr geht es wie vielen anderen, die die Katastrophe miterlebt haben. Noch heute beschleiche sie ein „mulmiges Gefühl“, wenn es längere Zeit regne.

Da hat wirklich jeder jedem geholfen.
Ralf Ruland, Ortsvorsteher von Ahrdorf

Fünf Jahre nach der Katastrophe gehe es neben dem Gedenken aber auch darum, den Blick nach vorne zu richten, so Jennifer Meuren. Hoffnung habe ja damals die deutschlandweite Solidarität gemacht, die es mit den Flutgeschädigten gegeben habe.

Das Leben sei danach weitergegangen, der Alltag nach und nach zurückgekehrt. Dennoch brauche es einfach seine Zeit, in der Flutnacht erlebtes Leid zu verarbeiten. Und bis heute seien ja nicht alle Schäden behoben, die das Hochwasser angerichtet habe. Ihr Appell als Konsequenz aus der Naturkatastrophe, die als eine Folge der menschengemachten Klimakrise angesehen wird: „Wir haben Verantwortung für die Natur, die uns umgibt!“

Im Anschluss sprach Ralf Ruland, Ortsvorsteher von Ahrdorf, ein Grußwort. Auch er bezog sich auf die große Solidarität und Hilfsbereitschaft der Menschen nach der Hochwasserkatastrophe und nannte ein Beispiel aus der Gemeinde: „Das war einfach superklasse, wie sich damals die drei kleinen Dörfer Ahrhütte, Uedelhoven und Ahrdorf gegenseitig geholfen haben!“ Und weiter: „Da hat wirklich jeder jedem geholfen“, und dafür wolle er noch einmal Danke sagen.

Zum Abschluss der Gedenkfeier am Ufer der Ahr waren die Teilnehmer eingeladen, aus einer bereitgestellten Kiste Blütenblätter in den Fluss zu streuen – Blütenblätter des Gedenkens. Die Ahr plätscherte friedlich vor sich hin. Und machte es für Menschen, die die Katastrophe nicht miterlebt haben, schwer vorstellbar, welches Leid und welche Zerstörungen sie vor fünf Jahren gebracht hat.