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Hitze in LeverkusenKühle Orte wenig genutzt – 19 Todesfälle werden geprüft

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Die Feuerwehr stellte zur Abkühlung eine Dusche in der City auf.

Die Feuerwehr stellte zur Abkühlung eine Dusche in der City auf.

Stadt schließt Notlager und zieht eine Bilanz der Hitzewelle.

In der Nacht zu Montag hat sich die extreme Hitzewelle erst einmal aus Leverkusen verzogen. Zeit für den Krisenstab, Bilanz zu ziehen: Von Mittwochmorgen, 24. Juni, bis Montagmorgen, 29. Juni wurden insgesamt 578 rettungsdienstliche Einsätze und 36 Krankentransporte abgearbeitet. Ferner gab es 81 Feuerwehreinsätze.

Noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, wie viele Todesfälle in der Stadt auf die Hitze zurückzuführen sind. In 19 Fällen wird aktuell medizinisch geprüft, „ob und in welchem Umfang ein ursächlicher Zusammenhang mit der aktuellen Hitzewelle besteht“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Medizinischer Dienst prüft jeden Todesfall

Das grundsätzliche Verfahren erklärt die Stadtverwaltung folgendermaßen: Bei jedem Todesfall in der Stadt erhält der Medizinische Dienst eine Meldung vom Standesamt. Auf Grundlage der Todesbescheinigungen werden die angegebenen Todesursachen geprüft. Bestehen Unklarheiten oder Widersprüche, werden die behandelnden Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise die Krankenhäuser um ergänzende Informationen gebeten. Im Kontext der aktuellen Hitzewelle erfolge diese Prüfung zusätzlich unter dem besonderen Aspekt eines möglichen hitzebedingten Zusammenhangs.

Hitze sei häufig nicht als alleinige, sondern als mitursächliche Belastung zu bewerten, erklärt die Stadtverwaltung. Die eindeutige Zuordnung im Einzelfall sei medizinisch oft schwierig. Dennoch sind die Daten für die Stadt für das interne Hitzemonitoring wichtig, sie werden auch an das statistische Landesamt weitergeleitet.

„Die Erfahrungen aus den vergangenen Tagen werden wir sorgfältig auswerten und unsere Vorsorgemaßnahmen weiterentwickeln“, erläutert Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter, Alexander Lünenbach. „Dazu gehören unter anderem die Ausweitung von kühlen Orten, das Hitzetelefon sowie vorbereitete Ausweichmöglichkeiten für mögliche hitzebedingte Evakuierungen.“

Im Laufe des Sonntagabends hat die Stadt die Hitzeschutzmaßnahmen schrittweise zurückgefahren. Der im Gebäude der Avea eingerichtete „Kühle Ort“ wurde nur vereinzelt in Anspruch genommen und geschlossen. Gleiches gilt für das Hitzetelefon. Hier riefen am Sonntag nur noch wenige Bürger an. Der im Forum Leverkusen eingerichtete kühle Aufenthaltsort blieb vorsorglich über Nacht als Notfalloption bestehen.

Der ausdrückliche Dank Lünenbachs geht an alle beteiligten Kräfte aus Stadtverwaltung, Hilfs- und Rettungsdiensten. Das bekräftigten auch OB Stefan Hebbel sowie die Fraktionschefs von CDU, SPD und Grünen, Tim Feister, Dirk Löb und Claudia Wiese, im Finanzausschuss am Montag – auch für den Krisenstab, den die Stadtverwaltung am Wochenende eingerichtet hatte.