Die Arbeit an der Entwurfsplanung für den künftigen Hochwasserschutz an der Wiembachallee in Opladen steht kurz vor dem Abschluss. Wie Simone Möller, Projektleiterin im Bereich Hochwasserschutz bei den Technischen Betrieben Leverkusen (TBL), auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ mitteilte, rechnen die TBL mit einem Abschluss der Arbeiten in den beteiligten Büros für Ende November, Anfang Dezember. Das Ingenieurbüro Fischer Teamplan aus Solingen, nach Möllers Angaben ein renommiertes Unternehmen, das auf den Bereich Wasserwirtschaft spezialisiert ist, und die Landschaftsplaner des Büros Koenzen in Hilden, Kreis Mettmann, sind mit den Entwürfen seit Mai dieses Jahres beschäftigt.
Wenn die Entwürfe vorliegen, geht es in die interne Abstimmung mit den bei der Stadtverwaltung beteiligten Fachbereichen und schließlich werden die Entwürfe der Politik vorgelegt. Möller berichtete, dass die Experten aus Solingen und Hilden zwei Varianten ausarbeiten. Bei einer davon wird etwas mehr als die Hälfte der 460 Meter langen Wiembachallee von der Lucas- bis über die Fürstenbergstraße hinaus neu geplant, bei der anderen die gesamte Wiembachallee. Zu Details äußerte sich Möller nicht, mit Hinweis auf die noch laufenden Arbeiten.
Gespräche mit Bürgerinitiative
Parallel zu den Entwurfsarbeiten haben die TBL wieder das Gespräch mit der Bürgerinitiative „Sinnvoller Hochwasserschutz für Opladen – Erhalt der Wiembachallee“ aufgenommen. „Wir haben vergangene Woche miteinander gesprochen. Kommende Woche soll es ein weiteres Gespräch geben“, sagte Möller. Die Projektleiterin lobte die guten und konstruktiven Gespräche mit der Initiative.
Ähnlich äußerte sich auch Matthias Koch, einer der Sprecher der Initiative, im Gespräch mit dieser Zeitung. „Es ist positiv, dass wir eingeladen worden sind von den TBL, sie uns in den Prozess einbezogen und uns die Varianten im Vorfeld der Veröffentlichung präsentiert haben. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse“, so Koch.
Zum weiteren Prozedere sagte Möller, dass die Entwurfsvarianten möglicherweise schon im Januar oder Februar, vielleicht aber auch erst im März im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden sollen. Auch die Information der beteiligten politischen Gremien, also der Opladener Bezirksvertretung, des Umweltausschusses und des Stadtrates, wird vermutlich im Frühjahr geschehen. Die Entscheidung darüber, wie der Hochwasserschutz an der Wiembachallee künftig gestaltet wird, liegt aber nicht bei der Politik. Möller: „Die Stadt hat den TBL die hoheitliche Aufgabe des Hochwasserschutzes übertragen. Deshalb liegt die Entscheidung beim Verwaltungsrat der Technischen Betriebe.“ Den Vorsitz im 13-köpfigen Verwaltungsrat hat Baudezernentin Andrea Deppe inne, die Ratsfraktionen entsenden Mitglieder in das Gremium.
Der Hochwasserschutz an der Wiembachallee sorgt seit Anfang 2025 für teilweise sehr erhitzt geführte Debatten. Die Bürgerinitiative gründete sich im März 2025 mit dem erklärten Ziel, die Hainbuchenreihen entlang des Baches erhalten zu wollen.

