Spazieren gehen auf der Schäl SickSechs Parks zur Erholung auf der rechten Rheinseite

Lesezeit 5 Minuten
Blick auf einen herbstlichen Park am Rhein in Köln

Der Rheinpark im Herbst.

Zeit in der Natur verbringen – das geht natürlich auch auf der rechten Rheinseite. Wir stellen sechs Parks auf der Schäl Sick vor.

Frische Luft, Ruhe und Erholung tun Körper und Geist gut. Deshalb lohnt es sich auch bei herbstlichem Wetter, vor die Tür zu gehen und einen Spaziergang zu machen. Und wo geht das in der Stadt besser, als in einer der vielen Grünanlagen? Auch auf der Schäl Sick, der rechten Rheinseite von Köln, gibt es davon einige.

Wir stellen sechs Parks im Rechtsrheinischen vor.

1. Mülheimer Stadtgarten

Nah am städtischen Treiben

Teich in einer Parkanlage

Ein Teich in der Mitte lädt zum Verweilen ein.

Während sich am Wiener Platz das hektische Gewusel der Stadt zeigt, herrscht nur einige Meter weiter im Mülheimer Stadtgarten angenehme Ruhe. Er wurde 1912 bis 1914 von Joseph Vincentz angelegt und ist knapp sieben Hektar groß. Im Sommer tummeln sich Familien auf der großen Wiese, im Herbst beobachten Spaziergänger Enten und Schwäne, die auf dem Teich ihre Runden drehen und im Frühling warten die ersten Blumen darauf, ihre Köpfe gen Sonne zu strecken. Bei der Spazierrunde geht es vorbei an einer Bronze-Statue des Kölner Bildhauers Wilhelm Albermann und dem Jan-Wellem-Denkmal. Sehenswert ist ebenfalls der am Rande gelegene Märchenbrunnen. Das Freizeit-Angebot umfasst Tischtennisplatten, einen Boule-Platz und ein Stein-Schachtisch sowie einen Spielplatz.

Mülheimer Stadtgarten, Jan-Wellem-Straße 23, 51065 Köln, erreichbar mit den KVB-Linien 4,13,15,16 bis zur Haltestelle Wiener Platz | Auf Google Maps zeigen


2. Merheimer Heide

Tolles Freizeit-Angebot

weitläufige Landschaft im Sommer

Viel Platz in der Merheimer Heide.

Das Naherholungsgebiet in Höhenberg erstreckt sich über Merheim, Buchheim und Holweide und ist Bestandteil des rechtsrheinischen Grüngürtels. Die Idee hinter dem Park hatte Konrad Adenauer als er noch Oberbürgermeister der Stadt war. Bis zum Bau des Autobahnkreuzes Köln-Ost bildete das Gebiet eine 150 Hektar große zusammenhängende Fläche. Dann wurde es geteilt. Trotzdem hat es immer noch jede Menge zu bieten. Ungewöhnlich viele Buchen und Eichen wachsen hier. Die Wiesen eignen sich perfekt zum Drachensteigen. Im nördlichen Teil gibt es einen Reitparcours und Kleingärten. Im Süden wurde eine Sportanlange mit Fußballplätzen geschaffen. Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Entree neu gestaltet und ein Trimm-Pfad gebaut. 

Merheimer Heide, 51103 Köln, KVB-Linie 1 bis zur Haltestelle Höhenberg/ Frankfurter Straße | Auf Google Maps zeigen


3. Humboldtpark

Auf kleinstem Raum

Fritz-Encke-Parkanlage Rakoczy

Nicht nur wenn es grünt wie auf diesem Foto, lohnt ein Spaziergang im Humboldt Park.

Die Grünanlage im Dreieck Gremberger Straße/An der Pulvermühle ist etwas mehr als zwei Hektar groß. Entstanden ist der Humboldtpark 1913 als Erholungsfläche für den Stadtteil Humboldt. Er wurde vom Kölner Gartenbaudirektor Fritz Encke geplant und zwischen 1909 und 1912 errichtet. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde die unter Denkmal stehende Anlage saniert. Ein Rundweg, ein Schmuckgarten sowie ein höher gelegener Baumplatz gehören zum Parkbereich. In der mittleren Freifläche wurde ein Spielplatz aufgebaut. So entstand auf kleinstem Raum ein vielfältiges Erholungsangebot. Am Humboldtpark liegt heute auch einer der besten Boule-Plätze Kölns.

Humboldtpark, Burgenlandstraße 3b, 51105 Köln, mit der KVB-Linie 1 oder 9 bis Kalk Post und dann zehn Minuten Fußweg oder mit dem Bus 153 bis Weilburger Straße | Auf Google Maps zeigen


4. Rheinpark

Schöne Aussicht

Luftaufnahme vom herbstlichen Rheinpark

Der Rheinpark bietet eine schöne Aussicht auf Dom und Rhein.

Wer schon einmal mit der Seilbahn über den Rhein geschwebt ist, weiß um den Blick aus der Gondel. Nicht nur den Dom und den Fluss kann man betrachten, sondern auch den schönen Park, der einen beim Ausstieg gleich begrüßt. Ein Ausflug in die zwischen Zoo- und Hohenzollernbrücke gelegene, großzügige Grünanlage lohnt auf jeden Fall. Neben der schönen Aussicht auf Dom und Rhein, bieten sich zudem weitläufige Wiesen, große Bäume und einige Überbleibsel der Bundesgartenschau von 1957, wie die Wasseranlage mit Blumenarrangements. Kinder toben sich auf dem großen Spielplatz im Zentrum des Parks aus. Wer bis in den Abend hinein hier verweilt, wird an klaren Tagen mit fantastischen Sonnenuntergängen belohnt.

Rheinpark, Auenweg, 50679 Köln, KVB-Linien 1 und 9 bis Bahnhof Deutz/Messe oder Linien 3 und 4 bis Kölnmesse | Auf Google Maps zeigen


5. Wildpark Dünnwald

Wo die Wisente grasen

Wisente auf einer grünen Wiese

Auf weidende Wisente trifft man im Wildpark Dünnwald ziemlich sicher.

Der Wildpark Dünnwald wurde 1957 gegründet und befindet sich im östlichen Zipfel von Köln zwischen Dünnwald und Dellbrück. Mit seinen gut 20 Hektar Fläche ist er einer der größten Wildparks im Kölner Umland. In den Gehegen sind verschiedenen Wildarten zuhause. Auch außerhalb des Parks gibt es zahlreiche Wanderwege. Ein Arboretum wurde hier 1961 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V.  angelegt. Die eingezäunte, jedoch öffentlich zugängliche Fläche, liegt am Rande des Erholungsschwerpunktes Dünnwalder Wald und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wildpark Dünnwald, wo auch Wisente grasen. Der Eintritt in den Wildpark ist frei, es gibt einen großen Parkplatz. In der Nähe ist das Waldbad und auch ein Minigolfplatz. Der Tierpark ist frei zugänglich und ganzjährig geöffnet.

Wildpark Dünnwald, Dünnwalder Mauspfad 230, 51069 Köln, Bus-Linie 154 bis Haltestelle Wildpark | Auf Google Maps zeigen | www.wildpark-duennwald.de


6. Stammheimer Schlosspark

Ohne Schloss, mit viel Kunst

Skulpturen in einem Park

Der Schlosspark Stammheim ist gleichzeitig ein Skulpturenpark.

Der 12.000 Quadratmeter große Schlosspark liegt direkt am Rheinufer. Vor mehr als 150 Jahren, als Graf Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim den Park von einem berühmten Gartendirektor anlegen ließ, wurden Bäume und Pflanzen mit Schiffen und Kutschen zur Gestaltung in den Garten gebracht. Viele dieser Bäume sind heute wahre Riesen. Ende der 1920er Jahre ging das Anwesen an die Stadt Köln. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss zerstört, der Garten verwahrloste. Ab dem Jahr 1952 setzte die Bayer AG den stark verwilderten Park samt Ruine wieder in Stand. Heute ist er nicht nur eine Ausstellungsstätte für moderne Kunst, sondern auch ein Ort der Ruhe und Erholung. Die gut gepflegten Wege sind auch für Rollstühle und Kinderwagen geeignet. Es gibt Sitzbänke und Möglichkeiten zum Parken direkt in der Nähe.

Schlosspark Stammheim, Am Stammheimer Schlosspark, 51061 Köln, S-Bahn-Linie 6, Haltestelle Stammheim, danach Busse 151 oder 152 bis Friedhof Stammheim | Auf Google Maps zeigen

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