Die provisorischen Duschcontainer am Fort VI sind laut SC Blau-Weiß zu klein, die Dixis durch die Nutzung von Fremden oft verdreckt.
Dixi-Toiletten und Duschen in ContainernSanierung am Fort VI nicht in Sicht – SC Blau-Weiß stößt an Grenzen

Seit zweieinhalb Jahren stehen Dixies und Duschcontainer am Platz des Fußballvereins SC Blau-Weiß. (Archivbild)
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Für den Fußballclub SC Blau-Weiß 06 Köln sind vor zweieinhalb Jahren schwere Zeiten angebrochen. Geschäftsführer Daniel Buß spricht sogar von „katastrophalen Zuständen“. Seit 1982 ist der Verein im Fort VI zu Hause, die Plätze befinden sich direkt vor dem Gebäude. Wegen Schimmelbildung hat die Stadt jedoch die Umkleide- und Duschräume geschlossen. Stattdessen muss sich der Verein mit provisorischen Duschcontainern zufriedengeben, die laut Daniel Buß viel zu klein sind. Es handele sich um zwei Container à fünf Duschen und jeweils acht Sitzplätzen, was nicht einmal ansatzweise ausreiche. Die Mannschaften müssten „staffelweise“ duschen, worüber sich auch die gegnerischen Teams beschwerten: „Wir haben richtig Ärger mit unseren Gegnern.“ Manchmal gebe es sogar gar keine Duschmöglichkeiten, weil der Strom ausfalle.
Die Stadt habe außerdem zwei Dixie-Toiletten aufgestellt. Weil sie frei zugänglich seien, würden sie auch von Fremden genutzt und seien oft verdreckt. Im Verein herrsche mittlerweile eine schlechte Stimmung, so Daniel Buß: „Wir stoßen alle komplett an unsere Grenzen.“
Denkmal- und Naturschutz: Duschcontainer werden nicht erweitert
Laut Stadt braucht das Fort VI eine Generalsanierung, für die es aber noch nicht einmal einen Zeitplan gibt: „Ein erster verbindlicher Rahmenterminplan kann nur durch ein zu beauftragendes Planungsbüro im Rahmen der Bedarfsermittlung und anschließenden Vorplanung erstellt werden“, so die Stadt auf Anfrage: „Hierfür fehlen aktuell die finanziellen Mittel.“ Eine Erweiterung der Duschcontainer-Anlage komme „aufgrund der besonderen Situation“ nicht in Frage, da das Fort unter Denkmalschutz stehe und in einem Naturschutzgebiet liege.
Zwar existierten Planungen für einen Interimsbau in Holzmodulbauweise vor der Fortanlage, so die Verwaltung weiter. Wegen des Landschaftsschutzes gebe es jedoch „planungsrechtliche Herausforderungen“. Zur Finanzierung und „beschleunigten Umsetzung“ dieses Interimsbaus habe die Stadt Anfang des Jahres Mittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beantragt. Daniel Buß ist skeptisch: „Ich glaube nicht, dass das zeitnah umgesetzt wird.“ Dazu sei der Verein schon zu oft von der Stadt enttäuscht worden.
Eine kurzfristige Lösung verspricht die Verwaltung bezüglich der Toiletten, die mit Zahlenschlössern ausgestattet werden sollen, „sodass ausschließlich der Verein die aufgestellten Toiletten-Anlagen nutzen kann“. Zudem würden kürzere Reinigungsintervalle geprüft.
