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Dreimal so groß wie Köln Gewaltiger Eisberg bricht von Antarktis-Festland

Das Foto zeigt den Eisberg A 74, der sich vom Festland löst, ein Helikopter fliegt darüber.

In der Antarktis ist der gewaltige Eisberg Chasm-1abgebrochen. Das Foto zeigt einen ähnlichen Vorfall des Eisbergs A 74, der im Februar 2021 sich vom Festland löste.

Der gigantische Eisberg Chasm-1 hat sich vom Festland gelöst. Seine Fläche ist mehr als dreimal so groß, wie das Kölner Stadtgebiet.

Ein riesiger Eisberg hat sich in der Antarktis vom Festland gelöst. Wie die Forscher vom British Antarctic Survey am Montag berichteten, brach der rund 1550 Quadratkilometer große Eisberg mit dem Namen Chasm-1 am Sonntagabend während eines Hochwassers ab.

Zum Vergleich: Die Fläche des Kölner Stadtgebiets umfasst 405,2 Quadratkilometer. Der abgebrochene Eisberg Chasm-1 ist damit mehr als dreimal so groß wie ganz Köln.

Chasm-1: Forscherinnen und Forscher beobachten riesige Risse im Eis

Der Vorfall stehe nicht im Zusammenhang mit dem Klimawandel, erklärten die Wissenschaftler. Vor zwei Jahren war in derselben Region, dem Brunt-Schelfeis, bereits ein ähnlich großer Riesen-Eisberg abgebrochen. Auf dem Schelfeis befindet sich die britische Forschungsstation Halley VI, von der aus Glaziologen seit Jahren die Ausdehnung riesiger Risse im Eis beobachten.

Das Entstehen von Eisbergen ist ein natürlicher Prozess, der allerdings durch die Erderwärmung erheblich beschleunigt werden kann. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Oberflächentemperatur der Erde im Schnitt um ein Grad erwärmt - genug um Dürren, Hitzewellen und Tropenstürme zu verursachen.

In der Antarktis ist die Klimaerwärmung stark zu spüren. Wie an vielen Orten des Planeten wurden in der Region im vergangenen Jahr Rekordtemperaturen gemessen. Im Februar 2022 wurde die geringste Eis-Ausdehnung in der Antarktis seit Beginn der Satellitenbeobachtung vor 44 Jahren registriert.

Die Eisschilde auf Grönland und in der Westantarktis enthalten genug gefrorenes Wasser, um die Pegel der Ozeane um ein Dutzend Meter anzuheben. Viele Küstenstädte und ganze Inseln würden dadurch unbewohnbar. (mab/afp)