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Neues DorfgemeinschaftshausAlte Schule in Pesch ist jetzt ein Treffpunkt für Jung und Alt

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Drei Männer und eine Frau stehen nebeneinander. Die Frau hält ein Schild, auf dem Alte Schule Pesch steht. Im Hintergrund sind die Gäste der Einweihung zu sehen.

Ein Schild übergab (v.r.) Norbert Crump im Beisein von Pater Hermann Preußner an Daniela Nielen und Jürgen Prinz.

Mit einem Fest ist das neue Dorfgemeinschaftshaus in Pesch eröffnet worden. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten aber noch nicht.

„Diese Mauern atmen Pescher Dorfgeschichte“, sagte Ortsvorsteherin Daniela Nielen. Und sie werden es weiter tun, denn am Sonntag wurde die zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaute, ehemalige Schule mit vielen Gästen feierlich eröffnet. Mit einer Förderung von 250.000 Euro und rund 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit war die alte Schule in ein schmuckes Dorfgemeinschaftshaus umgebaut worden.

Blick von auf die alte Schule in Pesch.

Auch von außen wurde die ehemalige Schule auf Vordermann und energetisch auf den neuesten Stand gebracht.

Der Pescher Markus Werner begrüßte die zahlreichen Gäste, allen voran den Nettersheimer Bürgermeister Norbert Crump. „Was lange währt, wird endlich gut“, meinte Crump und blickte zurück. 1963 war das Gebäude als Volksschule eingeweiht und in dieser Funktion sechs Jahre genutzt worden. Bis 1980 war dort dann die Grundschule untergebracht.

Entscheidung zur Zukunft fiel vor 13 Jahren

In der Folgezeit waren die Räume von einer Firma, von der Arbeiterwohlfahrt, der Hilfsorganisation Rumänien Sunshine und schließlich vom Berufsbildungszentrum Euskirchen genutzt worden. „Der Grundstein wurde dann vor 13 Jahren gelegt“, erklärte Crump. Damals sei in Abstimmung mit den Ortsvereinen entschieden worden, die alte Schule nicht zu verkaufen, sondern als Dorfgemeinschaftshaus zu entwickeln.

Ein Sänger spielt auf seiner Gitarre.

Für Stimmung bei der Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses sorgten Uwe Reetz sowie die Gruppe Kerk und Baend.

2018 sei das Vorhaben dann zum Leitprojekt im Rahmen der Dorferneuerung geworden. Zwei Jahre später habe die Gemeinde eine Förderung von 250.000 Euro erhalten. „Doch dann kamen Corona, die Flut und ein Krieg in Europa. Die Pescher hatten aber Verständnis dafür, dass wir damals andere Prioritäten setzen mussten“, so der Nettersheimer Bürgermeister.

Nutzungskonzept wurde noch einmal überarbeitet

Dadurch habe man aber auch die Zeit gehabt, dass Nutzungskonzept noch einmal zu überarbeiten. Realisiert wurden schließlich im Erdgeschoss ein Gemeinschaftsraum mit Theke, Jugendraum und Toiletten. Dort sollen Feste, Vereinsveranstaltungen, Konzerte, Lesungen und Workshops stattfinden. Die Räume sollen von der Gemeinschaft, von Jung und Alt, genutzt werden. Im Kellergeschoss ist eine Physiotherapiepraxis untergebracht. Ganz fertig sei man aber noch nicht: „Der Jugendraum muss noch eingerichtet werden, und draußen ist auch noch einiges zu tun.“

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, betonte Crump. Die Ehrenamtler um Jürgen Prinz hätten rund 10.000 Stunden gearbeitet. Als Nächstes müsse nun im kommenden Jahr ein Trägerverein gegründet werden: „Die Solidarität muss weitergelebt werden.“ Der Spielplatz werde noch umgestaltet und die Parksituation verbessert.

Lachen der Kinder kann man noch hören

„Wenn ihr ganz leise seid, dann könnt ihr das Lachen der Kinder, das Quietschen der Kreide an der Tafel und die Mahnung der Lehrer zur Ruhe hören“, meinte Ortsvorsteherin Daniela Nielen. Doch eines Tages seien die Kinderstimmen plötzlich weg gewesen. Später sei es dann für einige Jahre unheimlich still in der alten Schule geworden.

Dann seien endlich viele fleißige Hände angerückt und hätten den Mauern ein frisches, neues Aussehen gegeben. Nielen und Crump dankten den politisch Verantwortlichen und allen Helfern, die ihre Freizeit geopfert haben. „Die Mauern werden nun manche Stimme wiedererkennen, auch wenn diese in den Jahren gealtert ist“, so die Ortsvorsteherin. Endlich ziehe hier wieder Leben ein, endlich werde die alte Schule wieder zum Mittelpunkt des Ortes.

Pater Hermann Preußner bat um Gottes Segen für dieses Haus und alle, die darin Freude und Gemeinschaft suchen: „Ihr habt etwas ganz Großartiges geschaffen.“ Für Stimmung bei der Feier sorgten musikalisch Uwe Reetz sowie die Gruppe Kerk und Baend.