Liveticker Kölner Rosenmontagszug 2023Prinz Boris erreicht Severinstorburg – Kölns längster Zoch am Ziel

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Köln feiert Rosenmontag, erstmals geht der Zoch dabei von der Schäl Sick über den Rhein. Alle Ereignisse des Rosenmontagszugs zum Nachlesen.

Wenn „d'r Zoch kütt“, ist die Karnevals-Session auf dem Höhepunkt angelangt. Der Kölner Rosenmontagszug ist in diesem Jahr auf der Schäl Sick gestartet und überquert erstmals den Rhein.

Der Jubiläumszoch zum 200-jährigen Bestehen des offiziellen Kölner Karnevals – mit den Jubiläen von FK, der Großen KG von 1823, den Roten Funken und der Traditions-Tanzgruppe Hellige Knäächte un Mägde – zieht erstmals über die Deutzer Brücke. Alle Ereignisse des Kölner Rosenmontagszugs 2023 zum Nachlesen.

Montag, 20. Februar

20.39 Uhr: Prinz Boris ist am Ziel 

Unter tosendem Applaus erreicht Prinz Boris I. um 20.39 Uhr und nach etwas mehr als fünf Stunden Fahrtzeit das Ziel. Seine Ankunft besiegelt das Finale Rosenmontagszuges. Hinter ihm folgt nur noch der Wagen, der bereits auf die nächste Session blickt: der Mottowagen. Und mit diesen Eindrücken nach mehr als zehn Stunden Zug-Zeit beenden wir den Liveblog. Kölle Alaaf!

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20.22 Uhr: Bauer und Jungfrau erreichen die Severinstorburg

Unter großem Jubel haben Bauer Marco und Jungfrau Agrippina die Severinstorburg und damit das Zugende erreicht. Sie sind sozusagen „durch“. Nun warten sie auf Prinz Boris.

19.55 Uhr: Prinz Boris verpasst die Tagesschau

Vielleicht reicht es für die „Tagesthemen“, die „Tagesschau“ verpasst Prinz Boris I. garantiert: Kurz vor 20 Uhr ist er noch immer unterwegs, lässt sich feiern und schmeißt Kamelle. In der Dunkelheit ist sein Wagen aus der Entfernung gesehen im wahrsten Sinne des Wortes ein Lichtblick.

19.42 Uhr: AWB muss in der Südstadt warten

Voraussichtlich um 20 Uhr, so lautete die Prognose der Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln (AWB), sollten die Aufräumarbeiten im Bereich der Severinstraße enden. Doch daraus wird nichts: Noch immer läuft der Zoch, die AWB-Beschäftigten müssen warten. Dank des guten Wetters und der hohen Besucherzahl geht die AWB wieder von einer Abfallmenge von rund 200 Tonnen wie beim Rosenmontagszug 2020 aus.

19.03 Uhr: Jecke feiern Rosenmontag auch im Kwartier Latäng

Abseits des Zochs ist auch in den Kölner Veedeln viel los. Im Kwartier Latäng drängen sich die Jecke, die Stadt hatte bereits am Nachmittag die Zugänge zur Zülpicher Straße geschlossen. Besonders bei jungen Feiernden ist das Viertel nahe der Uni beliebt.

18.56 Uhr: Trecker mit Plattfuß behindert andere Wagen

Im Auflösungsbereich gibt es erneut Verzögerungen: Ein Trecker hat einen Plattfuß und behindert die Abfahrt der anderen Wagen. Die Zuschauersituation hat sich hingegen im Severinsviertel entspannt. Einige Besucher sind bereits nach Hause gegangen.

18.30 Uhr: Stadt Köln mit erster Bilanz

Das Ordnungsamt der Stadt ist mit rund 100 Beschäftigten und 300 Einsatzkräften eines privaten Dienstleisters unterwegs, um für einen sicheren Zoch zu sorgen. Bis zum frühen Abend mussten 65 Fahrzeuge abgeschleppt werden, 199 schriftliche Verwarnungen wurden ausgestellt. 85 Fahrräder, die den Zugweg behinderten, wurden weggeflext.

Feuerwehr und Rettungsdienst berichten von bislang 198 Einsätzen im Stadtgebiet. Es handele sich um die Größenordnung eines gewöhnlichen Wochentags. Während der Schull- un Veedelszöch sowie an Rosenmontag bis 16 Uhr mussten drei Menschen reanimiert werden.

18.01 Uhr: Lob für so viele Ehrenamtler

Andreas hat seine Begleitung mit einer Fahrt zum Kölner Rosenmontagszug überrascht. Er arbeitet ehrenamtlich für eine Tanzschule in Karlsruhe. Daher schätzt er am Zoch besonders die vielen Ehrenamtlichen. „Es ist schön, wie viele Menschen sich in Vereinen engagieren. Gerade die drei Jahre Pause muss für die Vereine schwer gewesen sein, um das Engagement aufrechterhalten.“

17.46 Uhr: Alle 24 Persiflagewagen in der Übersicht

Dieser Zug war verdammt lang, fast fünf Stunden lang zog er an den Zuschauenden vorbei, und in der Südstadt läuft er noch immer. Wer jeden Persiflagewagen sehen wollte, musste viel Zeit mitbringen. In unserer Galerie haben Sie die Möglichkeit, alle Wagen nochmal anzusehen - und müssen dafür garantiert keine fünf Stunden Zeit mitbringen.

17.05 Uhr: Stadt sperrt Zugänge zur Zülpicher Straße

Während der Zoch durch die Stadt rollt, wird auch in anderen Kölner Veedeln weiter kräftig Karneval gefeiert: Im Kwartier Latäng sind die Kapazitäten erschöpft, die Stadt Köln hat alle Zugänge zur Zülpicher Straße gesperrt, teilte die Stadt am Nachmittag mit. Die Zülpicher Straße ist besonders bei jungen Feiernden beliebt, Polizei und Ordnungsamt sind mit einem Großaufgebot im Einsatz.

So sah es auf der Zülpicher Straße an Weiberfastnacht aus:

Auch die Luxemburger Straße ist stadtauswärts für den Verkehr gesperrt worden. Wann die Sperrungen wieder aufgehoben werden, ist noch unklar.

16.48 Uhr: In der Südstadt wird noch gefeiert, in Deutz schon aufgeräumt

Erinnern Sie sich noch an den Werbespruch in den 1990er-Jahren? „Und während Villariba schon feiert, wird in Villabajo noch geschrubbt!“ In Köln sieht es umgekehrt aus: Während die Südstadt noch den Zoch bejubelt, wird in Deutz schon aufgeräumt: Die Einsatzkräfte der AWB haben sich sofort nach Zugende ans Werk gemacht. 

16.42 Uhr: Kölner Bärenfamilie weicht nach Deutz aus und ist begeistert

Volker, Claudia und Johannes aus Sülz lieben die ausgelassene Stimmung, die Lieder und den Frohsinn an Karneval, sagt der 54-jährige Volker. Sein achtjähriger Sohn mag aber vor allem die Kamelle, die er am Zugrand fängt. Seit vielen Jahren schon kommen sie als kleine Bärenfamilie zum Rosenmontagszug.

Und obwohl sie sehr mit der Südstadt verbunden sind – Johannes ist vor acht Jahren im Klösterchen geboren - sind sie in diesem Jahr am Startpunkt des Zugs in Deutz dabei. „Der Zug geht in diesem Jahr über die Brücke rüber, das finde ich super schön, das verbindet und ist ein ganz schönes Symbol“, Claudia.

16.37 Uhr: Erneute Verzögerung im Zoch

Abermals kommt es zu Verzögerungen: Nach Ende des Zuges hat sich ein Wagen des Reiterkorps Jan von Werth festgefahren. Dadurch wird auch der letzte Abschnitt der Wegstrecke in Mitleidenschaft gezogen, und es kommt zu Verzögerungen auf der Severinstraße.

16.15 Uhr: Der Prinz überquert den Rhein

Um Viertel nach vier ist es so weit: Prinz Boris I. biegt auf die Deutzer Brücke ein, umjubelt von den Jecken. Erstmals triumphiert ein Kölner Karnevalsprinz über dem Rhein.

16.08 Uhr: Die letzten Wagen verlassen Deutz

Mehr als sechs Stunden nach dem Start des Zuges am Ottoplatz verlässt der Mottowagen die Deutzer Freiheit in Richtung andere Rheinseite. Die Sperrungen werden aufgehoben, viele Zugbesucher feiern aber noch weiter. Zurück bleibt ein Meer von Kamelle-Müll, Konfetti und Pferdemist entlang der Zugstrecke in Deutz. Die Stimmung hier war durchgehend friedlich, tausende Menschen haben die Premiere des Zuges im Rechtsrheinischen gefeiert. Einige Meter weiter steht Prinzengarde auf der Deutzer Brücke noch im Stau. Der Prinz verlässt wird jeden Moment erwartet.

16 Uhr: KG Frohsinn in der Altstadt angekommen

Die Große KG Frohsinn ist, wie es der Name verspricht, bester Dinge und zieht durch die Altstadt. Vorneweg: Micky Nauber.

15.55 Uhr: Die pragmatischen Pilze haben einen Lieblingswagen

Yvonne und Andreas kommen seit 2016 jedes Jahr aus der Lausitz, Spremberg, nach Köln zum Rosenmontagszug. Dafür näht die 45-Jährige immer Kostüme, die zum Motto passen. Nur in diesem Jahr habe nichts so recht gepasst, sagt sie und ihr Mann wollte gerne ein Fliegenpilz sein. „Ich finde den Pilz sehr praktisch, besonders für den Straßenkarneval. Der Schirm hilft bei Regen und bei Sonne“, sagt der 59-Jährige. Auch einen Lieblingswagen haben sie bereits in der Menge ausmachen können: Der mit Putin und den Teufel, „weil es die Lage momentan sehr gut zusammenfasst“, sagt Yvonne.

15.46 Uhr: Motto für neue Session bekanntgegeben

Traditionell wurde im Anschluss an den Start des Prinzen das Motto für die nächste Session bekanntgegeben. Alle Infos zum Motto für die Session 2024 finden Sie hier

15.38 Uhr: Erneute Verzögerung wegen Wagen-Panne – Prinz Boris ist unterwegs

Abermals kommt es zu einer Verzögerung: Der Wagen des Corps à la Suite der Prinzengarde hatte ein technisches Problem und konnte nicht rechtzeitig in Deutz starten. Nun ist er jedoch auf der Strecke – ebenso Prinz Boris auf seinem Festwagen.

15.33 Uhr: Weiterer Putin-Wagen auf der Brücke

Auch der zweite Wagen, der sich mit Wladimir Putin befasst, hat die Deutzer Brücke inzwischen erreicht und wird vom Straßenrand aus beklatscht.

15.10 Uhr: Die ersten Wagen sind im Ziel

Die ersten Teilnehmer des Zochs sind im Ziel hinter der Severinstorburg angekommen, die letzten Wagen stehen noch in den Startlöchern.

Darunter auch Prinz Boris I., der den Zoch im 78. Wagen abschließen wird. Soeben haben sich Jungfrau und Bauer auf Wagen 76 auf den Weg gemacht.

14.57 Uhr: Dritter Überraschungswagen fährt los

Der letzte Überraschungswagen, der sich in Bewegung setzt, fährt unter dem Motto „Strauß bunter Ideen“ von 1865 und macht auf die Taliban-Herrschaft in Afghanistan aufmerksam. „Der Westen war noch nicht ganz aus Afghanistan rausgestolpert, da hatten die Taliban das Land schon wieder unter ihrer Fuchtel. Aber hey, auch sie folgen dem Zeitgeist und wollen diesmal viel netter sein als bei ihrer ersten Schreckensherrschaft. Sogar zu Frauen“, lautet die Beschreibung.

14.50 Uhr: Die Colombinen sind unterwegs

Auch Kölns erste Damengesellschaft, die Colombinen, erreicht die Deutzer Brücke.

14.39 Uhr: Zugweg am Eingang der Severinstraße wieder frei

Zugleiter Holger Kirsch dankt den Jecken auf der Severinstraße: „Zusammen mit der Polizei habt Ihr das super gemacht! Der Pfropfen am Eingang der Severinsstraße konnte inzwischen aufgelöst werden. Achtet bitte weiterhin darauf, den Zugweg freizuhalten!”

14.30 Uhr: Die ersten Wagen biegen in die Südstadt ein

Die ersten Zugwagen biegen in die Severinstraße und damit auf die Zielgerade ein. Die letzte Etappe in der Südstadt dürfte für Polizei und Ordnungsamt nochmal eine große Herausforderung werden. Im ersten Schritt wird derzeit die Straße freigeräumt.

14.22 Uhr: OB Reker: „Ich finde es richtig, die Stadthälften so zu vereinen“

Auch OB Reker fährt auf einem der Wagen der Roten Funken mit. „Ich finde das großartig,dass dieses Jahr wieder gefeiert werden kann. Den Rosenmontagszug zu erleben ist ein ganz besonderes Ereignis für mich“, sagt sie. „Alleine schon wenn man hier auf dem Aufstellplatz ist und sieht wie viele Funken und wagen es gibt, wie viel Mühe sich alle gemacht haben ist das schon wirklich großartig. Mir geht das Herz auf!“

Ob es künftig auch weiterhin von der Schäl Sick aus gehen kann? „Ich finde es richtig, die Stadthälften so zu vereinen. Ich weiß nicht, ob das jedes Jahr so gehen kann, aber zum 200.geburtstag ist es das richtige Signal“, so die OB.

Für Rote-Funken-Präsident Heinz-Günther Hunold ist es ein besonderer Zoch: „Dass es von der Schäl Sick aus geht, hat auch den Vorteil, dass man die wunderbare Schokoladenseite von Köln auch in den Bildern sieht“ sagt Hunold. „ Diese 200 Jahre sind schon ein riesiges Fest für die Funken - und dann dürfen wir auch noch das Dreigestirn stellen, das ist der Punkt auf dem I.“

14.12 Uhr: Zugweg in der Severinstraße teilweise blockiert

Die Severinstraße ist so voll, dass der Zugweg teilweise blockiert wird. Die Polizei unterstützt das Zurückdrängen der Zuschauer, insbesondere im nördlichen Bereich der Severinsstraße. Eindringliche Bitte der Zugleitung: Leev Jecke, macht den Zochweg frei!

13.59 Uhr: Stau im Zoch – Zuschauer drängen immer wieder auf den Zugweg

An der Ecke Neuhöffer Straße/Deutzer Freiheit kommt es zu Stauungen, weil Zuschauer immer wieder auf den Zugweg drängen. Dadurch kommt es auch im Gesamtablauf zu Verzögerungen. „Ansonsten läuft der Zug sehr geordnet, fröhlich und bei guter Stimmung ab“, bestätigt Festkomitee-Sprecher Michael Kramp. Die Zugspitze ist derweil auf der Hohe Pforte angekommen.

13.57 Uhr: Erry und Bömmel fahren mit den Roten Funken

„Wir freuen uns sehr, gerade über die Einladung der Roten Funken. Wir sind hoch-geehrt“, sagt Bömmel Lückerath, auf dem Festwagen stehend. „Zu unserer Verabschiedung wurden wir noch einmal eingeladen“, so Erry Stoklosa.

Es ist das vierte Mal, dass die Zwei im Zoch mitmischen. Dass der Zug rechtsrheinisch startet, freut die Ex-Bläck-Fööss: „Wir kommen beide von der Schal Sick, das finden wir toll“, sagt Bömmel.

13.53 Uhr: Erster Putin-Wagen auf dem Weg

Der erste Wagen, der sich mit Wladimir Putin befasst, ist auf dem Weg. Der russische Präsident küsst den Teufel.

13.47 Uhr: Pendler aus dem Ruhrgebiet

Olga und und ihre 14-jährige Tochter Sonja kommen ursprünglich aus Frechen und sind inzwischen ins Ruhrgebiet gezogen. Für den Karneval kommen sie aber jedes Jahr zurück nach Köln – und zurück zu ihrer Tradition. „Das Leben ohne Karneval geht nicht“, sagt die 40-jährige Olga. Sie mag das Verkleiden, die Kamelle „und die Stimmung. Nach so vielen schweren Jahren die hinter uns liegen ist es einfach wieder schön mit einer großen Menge Menschen dabei zu sein“, sagt Olga.

13.44 Uhr: Die Roten Funken machen sich auf den Weg

Die Roten Funken, die in diesem Jahr ebenfalls 200 Jahre feiern, erreichen die Deutzer Brücke.

13.42 Uhr: Ein internationales Sixpack hat Spaß

Der Kölner Karneval bringt Kulturen zusammen. Cecile aus Frankreich, Danae aus Griechenland, Manu aus Indien und Alex kennen sich aus Heidelberg, dort machen sie ihren Doktor. Sie sind am Rosenmontag nach Köln gekommen, um den „besten Karneval in Deutschland zu feiern“, sagt Danae. Sie mögen die Atmosphäre und dass neben Kamelle auch Strüßjer geworfen werden. „Ich liebe den Vibe hier“, sagt Manu, es ist sein erster Karneval, denn in Indien gebe das es nicht. Die Gruppe hat sich als Sixpack Corona verkleidet, auch wenn sie nur fünf Personen sind. Da sie selbst aber kein Corona dabei hatten, ist Luca aus Italien gerade nochmal eben losgelaufen.

13.40 Uhr: Das Blau-Gelbe Kreuz bedankt sich

Das Blau-Gelbe Kreuz, der ukrainisch-deutsche Verein aus Köln, ruft im Zug „Danke Köln“. Hinten im braunen Mantel läuft die Vorsitzende Linda Mai.

13.37 Uhr: FC-Profis mit Eko Fresh im Zoch

Die Profis des 1. FC Köln fahren gemeinsam mit Rapper Eko Fresh im Zoch. Und sind guter Dinge, wie unser Video zeigt.

13.34 Uhr: Der Iran-Wagen ist unterwegs

Der Überraschungswagen aus Gruppe 34 hat sich inzwischen auf den Weg über die Deutzer Brücke gemacht. Der Wagen befasst sich mit der Situation im Iran (siehe Eintrag um 11 Uhr).

13.32 Uhr: Jecke über dem Rhein: „Das Panorama ist einfach genial“

Marlis und Gert stehen seit dem Morgen auf der Deutzer Brücke. „Das Panorama hier ist einfach genial“, sagt Gert. „Sonst stehen wir immer an der Severinstraße. Aber hier ist es auch sehr schön“, sagt Marlis. Strategisch wohl keine schlechte Entscheidung, denn auf der Severinstraße ist es inzwischen sehr voll.

13.30 Uhr: Zülpicher Straße ausnahmsweise kein großes Thema

Wer spricht denn heute über die Zülpicher Straße? Ein Rosenmontagszug im strahlenden Sonnenschein dürfte auch Henriette Reker fröhlich stimmen. Und was Düsseldorf heute macht? Ist dem Kölner drissejal.

13.25 Uhr: Keine Kamelle im Rhein

Kamelle im Rhein? Nicht mit den Jecken. Bislang scheint noch kein Bonbon und keine Schokolade das Absperrgitter überquert zu haben. Viele Lauf- und Kindergruppen haben offenbar die Ansage bekommen, auf der Brücke keine Kamelle zu werfen. Für die Pänz gibt es aber immer noch reichlich zu sammeln.

13.18 Uhr: Ärger und Diskussionen an  Absperrungen in der Südstadt

An den Zugängen zur Severinstraße, die für Zochbesucher aufgrund des großen Andrangs gesperrt sind, kommt es vielerorts zu Diskussionen mit der Polizei. Einige Besucher reagieren verärgert.  

13.04 Uhr: Ausgelassene Stimmung auch auf der Bühne der Rhein-Energie-Tribüne

Beste Stimmung herrscht auch auf der Tribüne der Rhein-Energie am Heumarkt. Rhein-Energie-Chef Andreas Feicht hat heute Geburtstag und feiert seinen ersten Kölner Rosenmontagszug, unter anderem mit Carsten Fiedler, Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeiger und RTL-Moderatorin Claudia Hessel. Auch Grünen-Fraktionschefin Christiane Martin und Kulturdezernent Stephan Charles fangen Kamelle und sammeln Strüßjer.

12.52 Uhr: Zugleiter Holger Kirsch spricht von „Wahnsinn“ und richtet Appell an Zuschauer

Zugleiter Holger Kirsch sagt über den enormen Zulauf in Deutz und im Severinsviertel: „Die kölschen Jecken sind der Wahnsinn! Dass es nach zwei Jahren Pandemie und zum Jubiläumszoch voll werden würde, überrascht uns nicht. Aber wie schnell die Bereiche im Rechtsrheinischen und im Vringsviertel komplett dicht sein würden, konnte niemand erwarten.“

In beiden Bereichen können nur noch Anwohner in den Sperrring, so Kirsch weiter. „Daher unsere dringende Bitte an alle Jecken: Sucht Euch andere Wege am Zochweg – etwa auf der Hohe Straße und den Ringen. Der Zug ist ja ungefähr 900 Meter länger als sonst, da sollte für alle Platz sein!“

12.28 Uhr: Bislang 27 Feiernde von Sanitätern versorgt

In den ersten Stunden hatten die fünf Hilfsorganisationen ASB Köln, DLRG, DRK-Kreisverband Köln, Johanniter und Malteser, die rund um den Zoch im Einsatz sind, nur wenig zu tun. Bis 12 Uhr zählte Gesamteinsatzleiter Alexander Quantius von den Maltesern 27 Jecken, die die Sanitäter versorgten. Zwei Patienten wurden an den Rettungsdienst der Stadt Köln zum Transport ins Krankenhaus übergeben.

Aus der Erfahrung der Vorjahre wird die Arbeit für die 600 Sanitäter und Notärzte am Nachmittag zunehmen, so Quantius. „Wir würden uns sehr freuen, wenn die Stimmung so sonnig bleibt wie das Wetter und nur wenig für den Sanitätsdienst zu tun ist“.

12.24 Uhr: Die Südstadt füllt sich mit Jecken

Die Severinstraße ist bereits gut gefüllt. Dort, wo der Zoch dieses Jahr endet, ist die Stimmung bereits ausgezeichnen. Obwohl noch längst kein Wagen in Sicht ist. Alle Jecken, die noch auf dem Weg ins Vringsveedel sind, sollten sich unbedingt andere Plätze am Zugweg suchen, heißt es vom Festkomitee. Für Anwohner mit den entsprechenden Passierscheinen bleibt der Zugang geöffnet.

12.22 Uhr: Das Corona-Dreigestirn erreicht die Brücke

Der Held Carneval Wagen in den Reihen der Altstädter erreicht die Brücke. Darauf zu sehen: Die Corona-Kinderdreigestirne sowie das zweifache Corona-Dreigestirn aus den Reihen der Altstädter um Prinz Sven I.

12.15 Uhr: In der Altstadt scheint die Sonne

Viele Jecke sind schon euphorisch, weil es am Montag nicht regnet. In der Altstadt kommt am frühen Mittag sogar ein paar Sonnenstrahlen hinzu. Die Stimmung ist entsprechend gut. 

12.12 Uhr: Touristen auf der Deutzer Brücke

Auf der Deutzer Brücke scheinen sich vor allem Touristinnen und Touristen eingefunden zu haben. Da wird statt „Strüßjer“ schon mal „Rosen“ gerufen. Die Entschuldigung: „Wir sind aus Hamburg!“

12.05 Uhr: Festkomitee schließt die Wege nach Deutz

Das Festkomitee hat den Sicherheitsring Deutz geschlossen. Dazu hatten Polizei und Orndungsamt geraten. Damit kommen nun keine weiteren Personen auf den Zochweg im Rechtsrheinischen, die Zugänge von der Neuhöffer Straße, Opladener Straße und Deutzer Freiheit stehen nicht mehr zur Verfügung. Die Brücke ist weiterhin frei und bietet sich als Ausweichmöglichkeit für Zuschauer an.

12.02 Uhr: Toni Schumacher schwärmt vom Zoch

„Es ist das größte, was ein Kölner erleben kann“, sagt FC-Legende Toni Schumacher vom Wagen der Jan Von Werth aus. Und fügt hinzu: „Nach der Meisterschaft des 1.FC Köln.“ Das Wetter mache auch mit: „Wenn Engel reisen, scheint die Sonne“. Dass der Zoch erstmals von Deutz aus startet, findet Toni Schumacher super. „Dat es doch jenau so Kölle wie die andere Sick auch!“

11.55 Uhr: Die ersten Gruppen sind lange zu sehen

Seit einer Dreiviertelstunde bewegt sich der Zoch am Alter Markt, immernoch präsentiert sich die dritte von insgesamt siebzig Gruppen. Wenig zu sehen bekommen die Jecken in diesem Jahr also keineswegs.

11.46 Uhr: So erleben die Jecken den Zoch

Wir haben uns vor Ort mit Jecken unterhalten. Im Video können Sie sich einen Eindruck von der Stimmung vor Ort machen.

11.44 Uhr: Deutzer Brücke füllt sich langsam

Gegen Mittag ist es an der Deutzer Brücke deutlich voller, wenn auch nicht annähernd voll ausgelastet. Zu einer Sperrung der Brücke wird es wohl kaum mehr kommen.

11.40 Uhr: Polizei ist auf mögliche Klima-Proteste vorbereitet

Polizeipräsident Falk Schnabel und Polizeidirektor Martin Lotz sind seit dem Start vor Ort. Außerdem begleiten Mitglieder einer Technischen Einheit der Polizei die Spitze des Zuges, die bei den vergangenen Demonstrationen Aktivisten der „Klimakleber“ von der Straße gelöst haben. Laut eigenen Angaben hat die Klimaprotestbewegung für heute keine Aktion geplant.

11.35 Uhr: Bereich um Deutzer Freiheit wird immer voller

Der Bereich um die Deutzer Freiheit wird immer voller. Festkomitee-Sprecher Michael Kramp: „Zuschauer sollten diesen Bereich meiden und sich andere Orte am Zugweg suchen, um den Zoch zu verfolgen.“

11.27 Uhr: Der Zoch zieht durch die Altstadt

Die ersten Gruppen ziehen durch die Alstadt. Und werden von zahlreichen Jecken bejubelt.

11.24 Uhr: Herbert Reul: „Der Rosenmontag ist das Größte im Jahr“

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul ist auf dem Wagen der Große Kölner dabei. Für ihn ist es eine besondere Ehre. „Der Rosenmontag ist das Größte im Jahr. Ich freue mich da richtig. Es ist ein riesen Erlebnis, das kann man gar nicht beschreiben. Und das versteht auch keiner, der nicht hierherkommt.“ Obwohl er zwischen Köln und Düsseldorf wohne und beide Städte ihre Reize hätten, sagt er, es gebe zu Karneval nur die eine Stadt: Köln.

11.20 Uhr: Ein Seitenhieb gegen das Festkomitee

Seitenhieb der Gewinnergruppe Kostüm der Schull un Veedelszöch: Ex-Zugleiter Willi Stoffels hat sein Amt aufgegeben - womöglich auch wegen Streits mit dem Festkomitee um den geänderten Zugweg.

11.06 Uhr: Paveier freuen sich auf ihren Auftritt

Sven Welter von den Paveiern freut sich, endlich wieder mit dem englischen Doppeldeckerbus beim Rosenmontagszug mitfahren zu dürfen – auch wenn er nur knapp vier Stunden geschlafen hat. „Wir haben das ja vor 10 Jahren gemacht und wissen, dass es unfassbar viel Spaß macht. Es wird bestimmt geil, über die Brücke zu fahren und die Stadt vor sich zu haben.“

11 Uhr: Die Überraschungswagen sind enthüllt

Auch die Überraschungswagen haben sich auf den Weg gemacht. Im Rosenmontagszug fahren drei Wagen mit, die bislang nicht vorgestellt worden. Inzwischen ist klar, um welche Wagen es sich handelt:  Einer orientiert sich am Motto von 1997, „Nix bliev wie et es“, und soll die Entwicklungen im Iran kommentieren (zu sehen als Gruppe 34).

Der zweite Überraschungswagen fährt unter dem Motto „Strauß bunter Ideen“ von 1865 und macht auf die Taliban-Herrschaft in Afghanistan aufmerksam (Gruppe 68). Ein dritter Wagen zeigt eine jüdische Menora. Der Festwagen, der anlässlich von 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland 2021 gebaut worden war, nimmt als Gruppe 57 am Rosenmontagszug teil.

Unter anderem wird der Wagen auf Einladung von Zugleiter Holger Kirsch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde in Köln besetzt sein.

10.52 Uhr: So lief der Start

Im Video fassen wir die Eindrücke vom Zochstart für Sie zusammen.

Inzwischen hat der Zoch die Deutzer Brücke erreicht.

10.48 Uhr: Kurze Pause am Maritim-Hotel

Der Zoch musste auf Höhe des Maritim-Hotels kurz stoppen, weil ein falsch geparkter Lkw den Zugweg noch verlassen muss. Nach rund fünf Minuten kann es weitergehen. Kurz vorher haben die ersten Wagen die Deutzer Brücke erreicht und überquert.

10.45 Uhr: Reker: „Kraft schöpfen für eine Zeit der Herausforderungen“

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat sich in ihrer Rede beim traditionellen Rosenmontags-Empfang im Historischen Rathaus unter anderem auch zum Ukraine-Krieg geäußert. Reker sagte: „Ich trage heute neben der Freude über den Rosenmontag auch die schrecklichen Bilder aus den Katastrophen- und Kriegsgebieten im Herzen. Und zugleich ist eines für mich klar: Wir wollen uns weder von Präsident Putin noch von sonst von jemandem vorschreiben lassen, wie und wann wir unsere Traditionen pflegen. Dieses Jahr wollen wir im Karneval Kraft schöpfen für eine Zeit der Herausforderungen. Eine starke Gesellschaft braucht Momente der Gemeinsamkeit.“

10.30 Uhr: „Mit dem Panorama ist es super“

Heike Brauckmann (links) und Sabine Frey haben sich erst heute Morgen dazu entschieden, den Zug von der Deutzer Brücke aus zu sehen. „Wir stehen sonst immer an der Mohrenstraße, aber da ist der Zug ja in diesem Jahr nicht“, sagt Brauckmann. Kalt sei es schon, meinen beide, aber sie sind dick angezogen. „Mit dem Panorama ist es super, dafür sind wir ja hierhin gekommen, sagt Frey.

10.17 Uhr: Die Deutzer Brücke wird voller

Auf der Deutzer Seite der Brücke wird es nun etwas voller. Hinter dem Görg und Lanxess Gebäude ist es weniger windig und angenehmer zu stehen.

10.10 Uhr: De Poller Böschräuber in der Altstadt

Noch vor dem Zoch machen sich de Poller Böschräuber auf den Weg durch die Altstadt. Und trommeln die ersten Jecken in Stimmung.

10.04 Uhr: Der Zoch ist unterwegs!

Und dann ist es soweit: Der Rosenmontagszug 2023 ist unterwegs und startet nach 200 Jahren erstmals auf der Schäl-Sick in Deutz!

9.55 Uhr: Rote Funken und OB Reker vor dem Rathaus

Die Roten Funken haben vor dem Rathaus mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker zusammengefunden und erwarten den Zoch in der Altstadt.

9.45 Uhr: Wind auf der Deutzer Brücke

Die Deutzer Brücke ist rund eine Dreiviertelstunde bevor der Zug hier ankommen soll beinahe leer. Die meisten, die jetzt schon da sind, haben sich eher gegen Ende der Brücke am Heumarkt aufgestellt. Auf der Brücke zieht es.

Sabina (links) und Andrea haben sich bewusst auf die Deutzer Brücke gestellt. „Da kommen gleich noch mehr Leute, da bin ich mir sicher“, sagt Sabina. „Und wenn nicht ist es auch nicht schlimm; wir stehen hier gut!“, ergänzt Andrea.

9.23 Uhr: 2000 Beamte im Einsatz

Um 10 Uhr rollt der Zug in Deutz los. Noch sei alles ruhig, sagt ein Polizeisprecher am Morgen. „Der Rosenmontagszug stellt sich gerade auf“. Rund 2000 Beamte sind an diesem Montag im Einsatz, um den rund 8,5 Kilometer langen Zug zu sichern.

9 Uhr: Zugleiter Holger Kirsch: „Ich bin voller Euphorie“

„Nach zwei Jahren ohne Zug bin ich sehr glücklich, dass wir den Kölnerinnen und Kölnern wieder das schönste Geschenk des Jahres machen können“, sagte Zugleiter Holger Kirsch am Montagmorgen. „Ich bin voller Euphorie.“ Vor zehn Uhr gehe es darum, dass alle Wagen pünktlich in die Aufstellbereiche kommen, sodass alle Gesellschaften ihren Wagen und ihren Zugordner pünktlich finden.

Er sagte, es werde bestimmt an der einen oder anderen Stelle haken, sei aber optimistisch, die Probleme aus dem Weg zu räumen. Der Rosenmontagszug sei die größte Freiluftveranstaltung Deutschlands. Sobald der Prinz die Severinstorburg unverletzt durchfahren hat, werde sich Kirsch selbst „auch ein Gläschen gönnen“, sagte er.

7.58 Uhr: Prominente im Kölner Rosenmontagszug

Wagen und Vereine sind natürlich das Highlight des Kölner Rosenmontagszugs. Aber auch ein paar bekannte Persönlichkeiten mischen sich wie üblich unter die Trupps. Neben den Spielern des 1. FC Köln fahren auch einige Politiker und Promis mit, unter anderem Rapper Eko Fresh und Model Papis Loveday. Wer sonst noch dabei ist, lesen Sie hier.

7.33 Uhr: 12.000 Teilnehmende im Rosenmontagszug

Der Kölner Rosenmontagszug 2023 besteht aus 24 Persiflagewagen und etwa 12.000 Teilnehmenden. Als erste Gruppe im Zug laufen die Blauen Funken. Lesen Sie hier die komplette Reihenfolge des Zugs.

Sonntag, 19. Februar:

19.13 Uhr: Deutzer Brücke wird ab 8 Uhr gesperrt

Der Start in Deutz, das Ziel am Chlodwigplatz – vieles ist anders beim Rosenmontagszug in diesem Jahr. Was unverändert gilt: Große Teile der Innenstadt sind ab dem Morgen für den Autoverkehr gesperrt. Von 7.30 Uhr an ist in vielen Bereichen kein Durchkommen mehr. Auch die meisten Parkhäuser und Tiefgaragen rund um Dom und Neumarkt sind nicht erreichbar.

Die Deutzer Brücke, die erstmals Teil des Zugwegs ist, wird um 8 Uhr gesperrt. Erst nach Ende des Zochs werden die Sperrungen wieder aufgehoben. Wer zwischen Hohenzollernring, Magnusstraße/Burgmauer/Appellhofplatz und Mittelstraße/Neumarkt Nordseite wohnt, kann den Bereich ausschließlich über Glockengasse und Tunisstraße in Richtung Süden verlassen.

Autofahrer, die die Stadt durchqueren müssen, können das auf folgenden Routen tun: In Nord-Süd-Richtung über Schönhauser Straße, Marktstraße, Bischofsweg, Am Vorgebirgstor, Weißhausstraße, Universitätsstraße, Innere Kanalstraße und Zoobrücke. Der Ost-West-Verkehr führt über Subbelrather Straße, Erftstraße, Maybachstraße, - Am Kümpchenshof, Kyotostraße, Ursulastraße, Maximinenstraße und Breslauer Platz zur Goldgasse am Rheinufer. Zudem ist die Fahrt vom Barbarossaplatz über Rothgerberbach und Perlengraben zur Severinsbrücke möglich. 

Auch am Rosenmontag gilt von 8 Uhr bis Dienstag, 2 Uhr, ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen linksrheinisch im Bereich innerhalb der Schönhauser Straße/Universitätsstraße/Innere Kanalstraße. Rechtsrheinisch ist der Bereich zwischen Zoobrücke/Stadtautobahn, Straße des 17. Juni, Gummersbacher Straße, Östliche Zubringerstraße, Deutzer Ring und Im Hasental für Lkw gesperrt.

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