Ravioli-KochkursusLeverkusener Kinder schauen bei Kult-Italiener hinter die Kulissen

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Machten Ravioli selbst: Lina (v.l.), Maxima, Valerie und Eugene.

Machten Ravioli selbst: Lina (v.l.), Maxima, Valerie und Eugene.

Die Leverkusener Gastführerin Angela Breitrück und Tempi-Moderni-Inhaber Luigi Falzone hatten die Idee zur Ferienaktion.

„Vom Einkaufen bis zur selbst gemachten Ravioli“ – unter diesem Titel fand am Dienstag ein Ferienprogramm für Kinder vor dem „Tempi Moderni Restaurante“ in der Schlebuscher Fußgängerzone statt. Dabei hatten Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Schlebuscher Kult-Italieners zu werfen, bei dem Pasta täglich frisch selbst gemacht wird. Viele Passantinnen und Passanten warfen ihnen dabei Blicke über die Schultern.

Die Idee für den einzigartigen Ravioli-Kochkurs hatte Inhaber Luigi Falzone spontan bei einem Gespräch mit Gastführerin Angela Breitrück. Gesagt, getan: Falzone baute einen großen Tisch vor dem Restaurant auf, schraubte eine Nudelmaschine an und die Handarbeit – für Falzone beim Nudelnmachen selbstverständlich – konnte beginnen.

Koch Umberto Cavnevari instruierte die Schülerinnen Eugene, Valerie, Maxima und Lina aus Leverkusen. Der Italiener nutzte die Gelegenheit, seine Begeisterung für die Welt der Ravioli-Herstellung seines Heimatlandes zu teilen. Schon bevor es losging, hatten die Mädchen die ersten Sätze Italienisch von ihm gelernt.

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„Ein Kilogramm Griesmehl, zehn Eier, ein wenig Wasser, mehr braucht es nicht für den perfekten Teig“, übersetzte Falzone den Schülerinnen, was Cavnevari seelenruhig auf Italienisch erklärte. Dies reiche dann für 50 bis 60 Ravioli. Allein schon das Pasta-Teig-Kneten danach sei eine wahre Kunst, erklärt er – und die Techniken zum Formen der Ravioli erst recht.

Die 12-jährige Lina erzählte, dass ihre Familie auch eine Nudelmaschine zu Hause habe, Ravioli hätten sie aber noch nie selbst gemacht: „Das möchte ich meinen Eltern jetzt unbedingt zeigen.“ Falzone hatte sich für eine einfache Füllung entschieden: „Nur Tomatensauce und Mozzarella, das mag jeder!“

Wichtig sei es, nicht zu viel davon auf den ausgestochenen dünnen Teig zu geben, sonst platzten die Ravioli, wie Valerie feststellte: „Man muss den Rand ganz behutsam mit der Gabel zu drücken, sonst reißt der Pasta-Teig.“

Leverkusener Schulkinder wird es nicht langweilig

In den drei Stunden konnten die Schülerinnen Eugene, Valerie, Maxima und Lina eine Menge lernen: „Langweilig wird uns in den Schulferien so nicht.“ Schon vor dem Kurs waren sie gemeinsam im Hofladen des Obstgutes Morsbroich, wo die Kinder mit Angela Breitrück frische Tomaten kauften.

„Das ist mir wichtig, dass die Kinder sehen, wo die regionalen Produkte herkommen“, sagt Breitrück. „Dann durften wir uns alle noch einen Apfel aussuchen“, berichtete die zwölfjährige Maxima. Nach dem Einkauf startete Breitrück einen kleinen „Dorfspaziergang“. Der 60-jährigen Schlebuscherin sei es als Gastführerin sehr wichtig, dass die Kinder ein Bewusstsein für ihre Heimat haben.

Am Ende durften die selbst hergestellten Raviolis mit heim genommen werden – und die Erkenntnis, dass man ein Gericht ganz alleine kreieren kann noch dazu. „Es ist ein besonderes Gefühl, genau zu wissen, was im Essen drinnen ist und wo es herkommt“, stellten die Mädchen fest.

Am 11. Juli wartet die nächste von Breitrücks Kinderführungen „Vom Pflücken zur selbstgemachten Marmelade“ und am 13. Juli „Aus Kräutern wird ein Pflegeprodukt“. Plätze sind noch frei. Anmeldung: 01735470158

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