Desolate ZuständeHenriette Reker will Lage rund um den Kölner Dom verbessern

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Wegwerfbecher und Unrat liegen vor dem Dom in Köln.

Wegwerfbecher und Unrat vor dem Kölner Dom

Die Oberbürgermeisterin hat sich mit Geschäftsleuten zum Austausch getroffen. Die Situation im Herz der Stadt soll sich zum Besseren wenden.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am Dienstag (21. Mai) Geschäftsleute – insbesondere aus dem unmittelbaren Domumfeld – zu einem Austausch über die aktuellen Entwicklungen und baulichen Veränderungen zwischen Dom und Altstadt eingeladen.

Bei dem Treffen habe sie Möglichkeiten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erörtert, wie man den Einzelhandel in Köln stärken und weiterentwickeln könnte, um für die Kundschaft attraktiv zu bleiben, teilte die Stadt am Mittwoch mit. „Im Domumfeld und in den unmittelbar anliegenden Quartieren sind täglich zigtausende Menschen unterwegs – um dem Anspruch einer attraktiven und hochwertigen Gestaltung dieses zentralen Innenstadtbereichs gerecht zu werden, habe ich hierzu bereits 2018 eine Stabsstelle gegründet“, sagte Reker.

Zehn-Punkte-Plan soll die Kölner Innenstadt aufwerten

Ein ambitionierter Zehn-Punkte-Plan bilde eine zentrale Grundlage für die Nutzung des Stadtkerns und nehme die Themen Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in den Blick. „Das Luxussegment übernimmt für die Wirtschaftsmetropole Köln eine wesentliche Schlüsselrolle – diese Branche ist für ein vielfältiges Einkaufserlebnis unverzichtbar und bildet einen wichtigen Baustein für das Gelingen des Strukturwandels“, sagte Reker.

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Personen stehen in einem Raum.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (Mitte) traf sich mit Geschäftsleuten zum Gespräch über die Domumgebung

Ziel des Zehn-Punkte-Plans sei es, die unterschiedlichen Verursacher von Verunreinigungen stärker zu sensibilisieren und gegebenenfalls auch zu sanktionieren. Es sollen nach Angaben der Stadt räumliche Lösungen für wohnungslose und kranke Menschen entwickelt werden, um ihre Präsenz in stark frequentierten Bereichen des öffentlichen Raums zu reduzieren. Die zahlreichen Baustellen-Einkleidungen sollen besser auf Zustand und Sauberkeit hin kontrolliert werden, im Altstadtkern sollen möglichst noch in diesem Jahr fünf neue Toiletten kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Köln: Fördergelder für eine attraktivere Innenstadt

Die Stadt Köln und die Köln-Business Wirtschaftsförderung haben im vergangenen Jahr ein Citymanagement eingerichtet. Das Team habe bereits mehrere Workshops und Foren durchgeführt, bei denen es beispielsweise um eine stärkere Begrünung der zentralen Einkaufsstraßen gegangen sei.

Das nächste Innenstadtforum am 18. Juni solle sich mit der Frage beschäftigen, wie gemischt genutzte Gebäude die Innenstadt bereichern können, so die Stadtverwaltung. Für die Umsetzung attraktivitätssteigernder Maßnahmen in der Innenstadt würden zudem Fördergelder aus einem Verfügungsfonds bereitstehen. Hierbei helfe das Citymanagement von Köln-Business aktiv bei der Antragsstellung und berate Interessierte.

Der desolate Zustand der Domumgebung hatte im Sommer 2023 zu einer stadtweiten Diskussion geführt. Stadt und Abfallwirtschaftsbetriebe standen vor allem aufgrund der mangelhaften Sauberkeit und überquellender Mülleimer in der Kritik. Auch die Vielzahl an Baustellen rund um das Wahrzeichen trage zum schlechten Image bei, lautete ein weiterer Kritikpunkt. (red)

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