Bettina Hüttig-Reusch arbeitet seit vielen Jahren im Johannes Hospiz Oberberg. Dort erlebt sie oft, wie sehr Menschen unerfüllten Plänen nachtrauern, und hat für sich daraus den Schluss gezogen, schöne Dinge nicht zu vertagen.
Reinhard Simon lebt mit der Diagnose ALS, seine Frau Helga begleitet ihn dabei eng. Beide sprechen offen über Krankheit, Abschied und Tod, und darüber, was ihnen in dieser Zeit Halt gibt: Familie, Freunde, Glaube und der Blick auf das, was noch möglich ist.
Christa Gustson war 16 Jahre Krankenschwester im stationären Hospiz. Heute koordiniert sie den ambulanten Hospizdienst der Johanniter in Köln, damit schwerstkranke Menschen zu Hause sterben können, begleitet von Ehrenamtlichen, die nicht heilen, sondern da sind.
Die Pflege eines geliebten Menschen kann in der Rückschau viel Schönes mit sich bringen. Wer drinsteckt, erlebt oft vor allem die ganz großen Gefühle: Wut, Verzweiflung, Angst, Abneigung. Eine Kölnerin hat alles in einem Buch konserviert.